Schamanismus, Hilfe, Schamanen, Geister

Der Bau einer grossen Schamanentrommel

8. Mai 2008

Grosse Schamanentrommel

Ich hab ein Dokument erstellt aufgrund meiner Erfahrungen im Trommelbau.
Gestern hab ich meine grosse 80er Trommel fertig gestellt. 1.5 Jahre dauerte die Lehrzeit, bis ich nun eine solch grosse Trommel bauen konnte.

Aber ich hab es gerne gelernt und teile gerne meine Erfahrungen.

Die Bauanleitung als PDF findet sich hier:
Trommelbau Schuschu

Ein Soundbeispiel der im Dokument beschriebenen Trommel findet sich hier:

Download

Ich wünsche allseits frohes Basteln!

*smile*
Wanderer



Die Schamanenstube

1. Mai 2008

Ich streife durch die Wälder auf der Suche nach meiner Wirklichkeit.
Kämpfe mich durch dichtes Unterholz, begegne Schattenkreaturen und Hindernissen.
Ich hole mir blutige Kratzer und wunde Füße.
Manches Mal ist der Wald so dicht, dass über mir kein Himmel zu sehen ist.
In den Nächten liege ich oft frierend am Erdboden und meine Tränen versickern im Urwald des Lebens.

Schamanismus ist Leben

Doch dann entdecke ich am Rande des Waldes eine kleine Lichtung.
Dort steht eine heimelige Hütte, die Fenster weit offen, und es riecht nach Salbei und Harz. Trommelrhythmen wehen aus dem Inneren der Hütte zu mir herüber, und herzliches Lachen.
Die Sonne scheint gerade auf das bemooste Dach der Hütte, und der Weg zur Haustüre ist von kleinen Lichtern beleuchtet.
Als würde sie schon auf mich warten.

Das Tor zu glücklichem Leben

Vorsichtig nähere ich mich, und bemerke, dass ringsum im Wald plötzlich alles lebendig wird.
Vögel zwitschern, kleine Wesen spähen verschmitzt lächelnd hinter den Bäumen hervor, Tiere rascheln im Geäst, in den Wiesen tanzen Elfen und Blumengeister, Schmetterlinge flattern um mich herum, und ich gehe den Weg entlang zum Haus.
Etwas schüchtern noch klopfe ich an die Tür, und ich drücke gegen das schwere Holz.
Als ich den Raum betrete, sehe ich einen rustikalen Holztisch in der Mitte des Zimmers.

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Der Boden knarrt unter meinen Füssen und ich gehe näher an den Tisch heran.
Kurz blicke ich mich um, bemerke allerlei Flaschen auf den Fensterbrettern, Trommeln an den Wänden, und einige dicke Bücher die in einer Ecke nur darauf warten, gelesen zu werden.
Im Kamin knistert ein Feuer, und ich wende mich wieder dem Tisch zu.

Auf dem Tisch liegen vier Kugeln.
Sie schimmern und leuchten und laden ein, in die Hand genommen zu werden.
Die Tür hinter mir quietscht in den Angeln und ich drehe mich erschrocken um. Aber da schauen nur die Waldwesen herein, und nicken, klatschen in ihre Hände und fordern mich auf, mich nur zu trauen.
Ein kleiner blauer Vogel setzt sich zu mir an den Tisch und sieht mich mit kleinen dunklen Augen an, als würde er nur darauf warten, dass ich endlich eine der Kugeln in die Hand nehme.

Heilung durch die Geister

Ich greife nach der ersten Kugel und plötzlich öffnet sich eine neue Welt…
Wie in einem Wasserfall wirble ich herum und lande in einem Raum, in dem sich bunt gekleidete Menschen befinden, die mich herzlich begrüßen und sogleich damit beginnen, meine Fragen zu beantworten, meine Wunden zu verarzten, sie bieten mir Kräuter an und sprechen mit mir über meine Sorgen. Sie bieten mir einen Platz am Feuer und hören mir aufmerksam zu.

Es gibt keine Zeit in diesem Raum. Ich weiß nicht , wie lange ich bleiben werde.
Diese Menschen wandern in meine Seele und ziehen meine Schmerzen heraus. Sie füllen mich mit Licht und Energie und nehmen mir meine Ängste ab. Sie sprechen mit Tieren, und die Tiere geben Antworten. Sie sind umgeben von Geistern, Engeln, seltsamen Wesen…
Nichts müssen sie alleine entscheiden. Alles wirkt von innen nach aussen, und von aussen nach innen.
Es wirkt durch und durch, reinigt, klärt, füllt und nährt mich.
So habe ich die Wirklichkeit gefunden.
Sie ist dort, wo etwas WIRKT, wo es WIRKUNGS-VOLL ist.

Ich verlasse diesen Ort wieder, und trage einen Schatz nach Hause.
Und erzähle jedem der es hören möchte von einer Welt, in die man zurückkehren kann wann immer man möchte und wo immer man sich auch befindet.

Sie existiert in jedem von uns.
In unseren Herzen.
Wir sind frei.

Die Schamanenstube: ein Ort der Hilfe, des schamanischen Lernens und der Freude.

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Alltagserzählungen einer Schamanin

30. April 2008

Sie schlief kaum etwas in dieser Nacht. Anstelle ihres Kopfpolsters lag das Kleinkind, schluchzend, bebend, es bekam die ersten Zähnchen, hatte glühende Wangen.
Sie war ans Fußende des Bettes herunter gerutscht, damit sie ihre Decke mit ihm teilen konnte ohne ihn unter der Decke aus versehen zu ersticken Nachts.
Im anderen Teil des Bettes schnarchte ihr geliebter Mann, den sie nicht wecken wollte weil er um fünf Uhr raus musste zur Frühschicht.
Nach und nach standen die größeren Kinder auf und gingen zur Schule.
Sie quälte sich aus dem Bett, ihr Rücken schmerzte, und ihr Gesicht fühlte sich verquollen an von den Tränen des letzten Abends. Sie war einfach zu emotional. Heulte wegen wirklich wegen jeder Kleinigkeit.
Sie ging rüber in die Stube und heizte den kleinen Ofen an, der meistens nur vor sich hin glomm und nie richtig brennen wollte.
Im Kachelofen war noch Glut vom Vortag, sie stocherte ein wenig darin herum, legte Papier und Karton drauf und legte Holz nach. Es brannte sofort.
Dann fütterte sie den Kleinen, wickelte ihn und legte ihn auf eine Decke am Stubenboden.
Er begann zu quengeln, aber das beeindruckte sie nicht sonderlich. In den letzten Tagen quengelte er praktisch ununterbrochen. Man konnte zwei kleine Zähnchen fühlen, wenn man in den Mund tastete.

Eine Bernsteinkette trug er um den Hals, und ein kleiner roter Medizinbeutel ruhte auf seiner Brust, den sie ihm selbst gemacht hatte. Wenigstens wusste sie, dass er so gut geschützt war, gegen Angriffe von außen.
Sie ging ins kleine Bad neben dem Schlafzimmer und sah, dass die Wäsche noch immer in der Waschmaschine lag und darauf wartete, aufgehängt zu werden.
Sie hatte kalte Zehen und dachte darüber nach wo ihre Hausschuhe sich wohl versteckt haben mochten.
Lustlos beförderte sie ein paar Socken und kleine Babypullover aus der Trommel und hängte sie auf einen Wäscheständer, aber als sie die Kälte im Raum bemerkte, wollte sie doch erst einheizen, damit die Wäsche auch trocknen konnte.
Sie schaute noch einmal nach dem Kleinen auf der Decke in der Stube, er quengelte noch immer, sie schloss die Tür leise, und ging nach unten, zog sich die viel zu großen Stiefel ihres Mannes an, und stapfte hinaus in die Kälte. Acht Grad Minus, jeder Schritt knirschte im Schnee.
Sie ging mit einer großen Blechwanne zur Holzhütte, bedankte sich bei den Baumgeistern für das Holz, klaubte einige kleinere Scheite zum anheizen hinein, und einige größere Stücke Holz.
Dann schloss sie sorgfältig die Hüttentür, stapfte durch den Schnee zurück und bemerkte die Wölkchen vor ihrem Mund wenn sie ausatmete. Sie blickte kurz zu den Bergen vor sich, grüßte den Berggeist, und betrat wieder das Haus.
Vor dem Haus flatterten bunte Gebetsfahnen im Wind.
Von der roten war gestern ein Stück abgerissen, als sie es gerade rücken wollte und feststellte, dass es an der Hauswand angefroren war.
Sie schleppte das Holz nach oben, zog sich die übergroßen Stiefel aus, und stellte das Holz vor die Tür des Kachelofens.
Dann schaute sie kurz nach dem Kleinen, der inzwischen lauter quengelte. Sie hob ihn kurz hoch, streichelte seine roten Wangen und herzte ihn.
In wenigen Stunden würde die Küche der alten Wohnung abgeholt werden. Und sie war sich noch immer nicht sicher, ob es eine gute Entscheidung war, das alte Haus zu kaufen.

Es wurde erzählt, es würde spuken darin. Aber abgesehen von dem netten alten Hausgeist Josef und einigen verlorenen Seelen die sie mit einer Salbeiräucherung schon am ersten Tag vertrieben hatte, konnte sie nichts entdecken.
Sie schaute aus dem Fenster und sah ein Stück blauen Himmels. Sie war sich sicher, dass es heute ein genauso strahlend sonniger Tag werden würde wie gestern.
Vieles ging ihr im Kopf herum.
Das geplante Weihnachtsessen, zu dem sie Bruder und Eltern und Großmutter eingeladen hatte, die neue SAT-Schüssel, die gestern vor dem Haus montiert wurde, und der Fernseher, den sie eigentlich gar nicht wollte und nur ihrem Mann zuliebe mitgenommen hatte.
Das ungute Gefühl jedes Mal wenn sie die Küche betrat, die Katze, die unsichtbare Wesen anknurrte und sich nicht mehr in die Küche traute, seit dieses Wesen da war, das ihr irgendjemand vor Tagen geschickt hatte.

Neider. So nannte sie diese Menschen. Leute, die mit ihrem Glück nicht gut zurecht kamen.

Schlechte Gedanken, Flüche, Neid. Daraus entwickelten sich diese dunklen Wesen.
Der Kredit für das Haus, der ihr Sorgen machte, und der Wächterfelsen hinter dem Haus, der eigentlich nur gute Geister ins Haus lassen sollte.

Wenige Minuten später war die Wäsche aufgehängt, und der Kleine schlief in seinem Laufstall in der Stube.
Als sie den Schlafzimmerofen einheizte starrte sie minutenlang ins Feuer und beobachtete fasziniert, wie sich die Feuergeister langsam durch das Holz fraßen. Sie wurde ruhig.
Dabei gingen ihr Gedanken über „starke Frauen“ durch den Kopf. Sie dachte an ihre Tochter, die genau am Hochzeitstag ihrer Eltern, der gleichzeitig der Geburtstag ihrer Tochter war, ihre Tage bekommen hatte und deshalb die Hochzeitsfeier nur vor Schmerzen gekrümmt erleben konnte.
Ihre Tochter meinte gestern bevor sie schlafen ging: “Mama, wenn man dem Feuer zuschaut, wird man ganz ruhig!“
Und auch wenn sie das schon lange wusste, war es ihr eine Freude zu sehen, wie ihre „Kleine“ zu einer Frau heranwuchs und die Dinge bemerkte, die es zu bemerken gab.
Was waren denn nun „starke Frauen“?
Solche, die Kinder hüteten, Holz holten, Feuer machten, kochten, wuschen und Nachts heimlich in den Kopfpolster weinten, weil sie das Gefühl hatten unnütz zu sein?
Draußen waren es inzwischen noch immer acht Grad minus, und sie dachte an den Gast der sie gestern besuchte um schamanisch Reisen von ihr zu lernen.
Er hatte ihr wunderschöne Geschenke mitgebracht und es wurmte sie, dass sie ihm nicht das geben konnte, was er gesucht hatte. Aber Geister kann man nun mal zu nichts zwingen.
Natürlich hatte sie ihre Tage kurz zuvor bekommen. War doch immer so. Wenn man sie nicht brauchte waren sie da.
Als sie vorher wochenlang vergeblich wartete, und schon Angst hatte, erneut schwanger zu sein, ließen sie sich Zeit. Aber das war wohl nur der Stress wegen dem Umzug.
Sie plante bereits das Mittagessen, als es an der Tür läutete. Sie stand auf, ging die Holztreppe runter zur Haustür und öffnete.
Es war die Frau, die die alte Küche kaufen wollte.
Also überzeugte sie sich noch einmal kurz davon, dass der Kleine im Laufstall schlief, schlüpfte wieder in die alten Stiefel ihres Mannes (das ging einfach schneller, als die eigenen Schuhe mühselig zu binden) und setzte sich ins kalte Auto um der Frau den Weg zu zeigen.
Sie fuhr den Weg zu ihrer alten Wohnung, die eiskalte Ybbs entlang, bemerkte die kalten Nebel die vom Wasser aufstiegen , und die Eisplatten auf dem Weg, auf dem das Auto nur so dahinrutschte.
Sie zeigte der Frau die Wohnung, öffnete ihr, und diese begann mit einem Helfer die Küche abzubauen.
Sie bekam 700 Euros dafür. Eigentlich wollte sie ja das Doppelte. Aber da sich niemand meldete, verscherbelte sie die schöne Küche. In zwei Wochen musste die Wohnung leer, geputzt und ausgemalt sein.
Auch das machte ihr Sorgen. Bisher hatten sich keine Helfer gefunden, die freiwillig Wände streichen wollten.
Sie steckte das Geld wieder im Haus sofort in ihr Sparschwein, damit sie erst gar nicht auf die Idee kam, etwas davon auszugeben.
Der Kleine schlief noch immer tief und fest, der Ofen brannte, die anderen beiden Öfen knisterten vor sich hin, und zum ersten Mal an diesem Tag fand sie Zeit für eine Tasse Kamillentee, den sie vor dem Fenster stehend schlürfte, während sie im Wald gegenüber ein Reh beobachtete, das sich den steilen Hang nach oben arbeitete.
Kurz schoss die Geschichte mit dem Reh und dem Drachen in ihre Gedanken, dann drehte sie sich um, und spürte wieder den Blick des Wesens, das sie seit Tagen beobachtete.
“Guten Morgen” sagte sie in die leere Küche, ging an dem Wesen vorbei und stellte ihre Tasse in die Spüle.
Dann holte sie eine der riesigen Schachteln von unten, öffnete sie, und begann, jedes Teil, jedes Brett, jeden Nagel, jede Schraube, und die Bauanleitung für den Schrank vor sich auszubreiten.
Bis die Kinder von der Schule kamen und das Essen fertig sein musste, hatte sie den Kasten bestimmt geschafft.
Am Abend würden ihr Mann und ihr Schwiegervater damit beginnen, in den Kinderzimmern die Böden zu verlegen.

Nachdem der Schrank fertig zusammen gebaut war, ging sie ins Schlafzimmer, fühlte im vorbeigehen ob die Wäsche schon trocknete und stellte erleichtert fest, dass das Feuer im Ofen noch brannte.
Sie machte die Betten und begann die Kinderzimmer auszuräumen, damit die Böden verlegt werden konnten.
Draußen schien die Sonne und verwandelte die Eislandschaft in ein glitzernd-weisses Meer.

Inzwischen waren ihre Kinder aus der Schule gekommen.
Ihr Sohn hatte eine Zwei auf die Mathe-Schularbeit, was ziemlich gut war.
Sie hatte Mittags wegen Zeitmangel nur Käsetoast gemacht, und richtiges Essen auf Abends verschoben. Ihren Mann hatte sie von der Arbeit abgeholt, da sie nur ein Auto besaßen musste sie, wenn sie das Auto brauchte ihn Morgens zur Frühschicht bringen und Nachmittags wieder abholen. Seine Arbeit lag ungefähr 20 Minuten von ihrem Haus entfernt.
Nun war er mit seinem Vater in die alte Wohnung gefahren, um den Keller auszuräumen und das alte Zeug zum Altstoff-Sammelzentrum im Nachbarort zu bringen.

Ballast-Abwerfen nannte sie das.
Zwei Öfen waren inzwischen im Haus ausgegangen und es begann kalt zu werden in der Stube.
Ihre Tochter kümmerte sich während sie “Bravo” las ein wenig um den Kleinen, während ihr Sohn ins Dorf gehen wollte um sich ein Überraschungsei zu kaufen. Es gab nichts was er mehr liebte als Schokolade und Spielzeug. Den ganzen Tag spielte er mit irgend etwas, und tauchte ab in seine Welt.
Sie nutzte die freie Zeit und ging duschen, ließ das heiße Wasser auf ihren Körper prasseln und genoss es, das Wasser so heiß laufen zu lassen, bis ihr warm wurde und das Badezimmer dampfte und der Spiegel darin beschlug.
“Luxus” dachte sie bei sich. “Wer hat das schon, weltweit betrachtet. Heisse Dusche…”
Es begann dunkel zu werden draußen. Wenn sie noch Holz holen wollte musste sie es jetzt tun, denn in der Holzhütte gab es kein Licht, sie würde sich nicht trauen, im Dunkeln dort rein zu gehen. Sie hatte Angst vor Spinnen.

Dabei webte sie Traumfänger und wusste, dass die Spinne ein starkes Krafttier war.
Sie überlegte kurz, ob sie erst Holz holen, oder erst den Abwasch machen sollte, und entschied sich für das Holz. Das Geschirr konnte warten.
Und dann war es wieder an der Zeit, den Kleinen zu füttern, und zu kochen, damit warmes Essen auf dem Tisch stand, wenn die hungrigen Männer nach Hause kamen.

Ihre älteren Kinder waren nicht da.
Gestern hatte ihr Ex-Mann sie zum Besuchswochenende geholt und stolz haben sie ihm das neue Haus gezeigt.
Der Jüngste krabbelte am Boden herum, ihr Mann saß auf der Kaminbank und lächelte vor sich hin.
Als die Kinder fort waren packten sie zusammen und fuhren zum wöchentlichen Einkauf in die nächste Stadt.
Im Auto planten sie, wie sie den Nachmittag alleine verbringen könnten. Grinsend meinte ihr Mann, er wüsste schon eine Beschäftigung. Sie wusste was er meinte und grinste zurück. Während des ganzen Einkaufs dachten beide nur noch an Sex und grinsten sich verstohlen an, während sie das Gemüse, Obst, Wurst und Käse in den Einkaufswagen packten, in dem der Kleine in seinem Autositz, eingepackt in einen dicken Ski-Anzug , saß und vor lauter Haube und Schnuller kaum etwas sehen konnte.
Nach Hause ging`s dann ziemlich schnell, sie stellten das Essen in die Küche, ließen den Kleinen, der inzwischen eingeschlafen war im Autositz in der Stube stehen, und dann genossen sie den Kinderfreien Tag…

Wenige Minuten nachdem sie ihre Klamotten wieder am Leib trugen, läutete es an der Tür und seine Eltern kamen zu Besuch. Sie überbrachten eine Finanzspritze seiner Oma, eine neue Bohrmaschine und frische Krapfen, die gleich zum Kaffee verspeist wurden. Der Geldzauber den sie letzte Woche gemacht hatte, funktionierte offensichtlich. Das Geld blieb im Fluss. Immer wenn sie etwas brauchten, kam es.

Sein Vater fuhr dann mit ihm in die alte Wohnung um weitere Schränke und den Gefrierschrank ins neue Haus zu bringen, während sie mit ihrer Schwiegermutter über die Kinder sprach.

Etwas später kehrte wieder Ruhe ein und sie wartete auf ihren Besuch aus München, der sich vor einigen Wochen angekündigt hatte.
Als es an der Tür läutete und ihm öffnete, ihn sah, wusste sie, dass er genau so war, wie sie ihn sich vorgestellt hatte. Sie kannte ihn aus einem Internet-Forum.
Er brachte Geschenke mit von gemeinsamen Internet-Freunden die er besucht hatte, sie bekam wunderschöne Bergkristalle, Steine, eine bemalte Rohledertasche mit Räucherzeug darin, einen Kristall fürs Fenster.
Der Abend war ruhig und schön, es wurde gereist, getrommelt, Probleme bearbeitet, in der Geisterkammer, in der Stube, ihr Mann verstand sich gut mit ihm, es wurde Jause gegessen und Rotwein getrunken bis kurz nach Mitternacht, immer wieder getrommelt, geredet, gelacht und erzählt, und schließlich wurde das letzte Licht im Haus gelöscht und alle schliefen.
Morgens frühstückte sie kurz mit ihm, unterhielt sich über seine Arbeitsmethode, über die Totempole-Methode von Stephen Gallegos, mit der auch sie schon gearbeitet hatte, es wurde gefachsimpelt und ausgetauscht, dann half sie ihm, seine Trommeln zum Auto runter zu tragen, und verabschiedete sich mit einer Umarmung.
Während sie die Treppe zurück zu ihrem Haus ging, bemerkte sie im Wäldchen ober dem Haus eine Katze. Als sie durch einen Schmetterling abgelenkt kurz in eine andere Richtung schaute und ihr Blick zurück zur Katze schweifte, war die Katze verschwunden.

Eine Woche später war die Katze tot in ihrer Holzhütte gelegen. Eine Nachbarin hatte angerufen, und ihr erzählt, dass sie gesehen hätte, wie die Katze von einem Auto angefahren worden und in hohem Bogen in die Wiese geflogen sei.

Sie machte eine kurze reise zur Katze, bat sie um Vergebung für die unvorsichtigen Autofahrer, überreichte sie den imaginären Händen, die sich ihr entgegen streckten, und bat darum, dass die Katze in die „ewigen Jagdgründe“ eingehen möge, wo sie wieder Mäuse fangen und spielen konnte.

Sie hielt die Augen geschlossen, sah, wie der Katze Leben eingehaucht wurde, und sah sie dann von den imaginären Händen springen, in eine Wiese voller Schmetterlinge und Eidechsen.

Kurz blickte die Katze zu ihr zurück, dann öffnete sie die Augen wieder, und befand sich wieder in ihrem Haus.



Neue Homepage für die Schamanenstube

30. April 2008

schamanenstubehomepage.jpg

Den ersten Teil dieser Woche habe ich damit verbracht, eine Homepage für die Schamanenstube zu machen. Ich hab mich trotz anfänglich schlechter Erfahrungen für Joomla 1.5 entschieden. In der Version 1.5.3 sind einige Mängel auskuriert, die mich bis anhin von 1.5 fernhielten.

Die Stube ist nun komplett. Wir haben einen Blog, die Homepage und natürlich das Forum, in dem wir unsere Arbeit tun.

Ich denk, so langsam kann man das ankündigen. Muss wohl noch ein guter Text her.

Ich bin ganz zufrieden mit den Seiten. V.a. sind sie absolut SEO.

*smile*
Wanderer



Gebet an die Geister

29. April 2008

Ihr Begleiter in allen Welten und Ebenen,
Geister und Engel, Ahnen und Helfer,
ich rufe euch, aus allen Richtungen
und aus allen Elementen,
vom Himmel und von der Erde,
ihr Flussgeister, Berggeister, Naturwesen,
Geister der Pflanzen, Kräuter und Bäume,
ihr Wesen aus dem Feuer, dem Wasser und der Luft,
ihr Krafttiere, Verbündeten,
Heiler und Lehrer der anderen Welten,
ich bitte euch um eure Hilfe.

Ich bin Heilerin.
Schamanin, Medizinfrau, Magierin, Hexe.
Wie auch immer man mich nennt.
Ihr habt mich dazu gemacht.
Ihr wolltet, daß ich lerne, daß ich sehe, daß ich mich in allen Ebenen und Welten bewegen kann.
Ich bitte euch um eure geistige Hilfe.
Um euren Beistand.
Ich bin in Not.

Seht, ich singe unter Tränen mein Kraftlied und schlage meine Trommel.
Ich gehe in die Geisterwelt.
Ich singe zum Mond und zur Sonne.
Zum Regen und zu den Wolken.
Helft mir, ihr Geister!

Die Dämonen der Nacht sprachen ihren Fluch.
Es gab einen Angriff.
Sie raubten die Seele und verbreiteten Angst und Schrecken.

Ihr Wesen der Natur, schenkt mir Heilung.
Schenkt mir Kraft und Mut.
Schenkt mir Ruhe, Beständigkeit und Liebe für all die Dinge.
Schenkt mir Klarheit, füllt meine Töpfe.

Helft mir, die verlorenen Seelenteile
zurück zu holen.
Zu füllen die leeren Töpfe.
Schenkt mir die Kraft zu kämpfen gegen das Böse,
gegen die Flüche.
Zu erkennen, was echt ist, und was falsch.

Ich trommle und trommle und singe und weine,
ich gehe in Trance und schaukle vor und zurück.
Für all die verlorenen Seelen.
Für alle geschundenen Kinder und alle,
die meine Hilfe suchen.
Ich suche Seelenheil.

Sie sind es Wert.



Sonja stellt sich vor

24. April 2008

Griass Eich!

Die ersten Begegnungen mit Berggeistern und Verbündeten hatte vor etwa 12 Jahren in den Bergen Tirols.
Dort habe ich beim Schamanen und Curandero Georg Gschwandler die ersten Schritte gelernt im schamanischen Erleben.

1998 wurde ich nach einem Besuch bei Ojibwe-Cree-Indianern von einem Inuit-Schamanen im Zuge einer Bärenzeremonie zur Schamanin initiiert.
Aber alle “Weihen” im Aussen würden nichts bewirken, wenn die Geister nicht die selbe Meinung gehabt hätten und mich während meinem “Schamanentod” nicht ebenfalls aufgefordert hätten, als Schamanin zu wirken.

Vieles könnte ich heute nicht erklären, wenn ich es nicht schon selber durchlebt hätte. Ich bin überzeugte “durchgehende” mit Herzenskraft.
Ybbstaler Freigeist, Künstlerin, Autorin (”Das Flüstern der Geister”) und dreifache Mutter, das sind die Bezeichnungen nach aussen, die mein “ich” für andere ausmachen.

Wer ich wirklich bin, das habe ich erst nach dem überleben des Kindbettfiebers herausgefunden.
Nachdem ich kurze Zeit glaubte “nichts” zu sein, entdeckte ich, daß unter allen Hüllen, Masken und Häuten doch noch etwas ist.
LIEBE… Pure Liebe… Ohne Liebe gäbe es gar nichts.

Trommelreisen, Seelenrückholungen, Extraktionen, äußerliche und innere Reinigung, Ahnenreisen und Zerstückelungen, und vieles mehr, prägen mein Leben…

Seit November 2007 gehört meiner Familie nun die “Villa Raabennest”, in der wir sowohl leben, als auch arbeiten. Dort befindet sich unser Seminarraum, und die “Geisterkammer” für Einzelbetreuung.

Mein Lebensmotto lautet: “…Immer nur soweit meine Arme reichen”

www.raabennest.at.vu



Wanderer stellt sich vor

24. April 2008

Hoi zsäme!
Wie man aus diesem Gruss heraushört, bin ich Schweizer. Ich lebe und arbeite hier im Flachland, manchmal mit Blick auf die Berge, so es das Wetter zulässt *smile*

Ich lebte in einer spiritistisch angehauchten Familie auf und war mit ca. 14 Jahren schon als Kartenleger in der lokalen Umgebung tätig. Das wurde ausgebaut und man hat in Zeitungen inseriert.
Diese Tätigkeit war aber sehr anstrengend und ich verschob die Arbeit mit Kunden immer mehr in Richtung Meditation.
Ich fühlte mich eng verbunden mit dem Wind und streifte tagelang durch die Wälder. Nahm Waldwesen wahr und genoss auf einsamen Waldlichtungen die Sonne, umgeben von den Wesen des Waldes.

Das Kartenlegen, das Hellsehen, Meditationen und Hypnosen begleiteten mich bis ca. 20. Danach verlor ich eine Weile den Zugang zur spirituellen Welt. Mein Interesse an Psychokinetik brachte mich wieder zurück und ich begann, intensiver das Verfliessen von Anderswelt und unserer Welt zu spüren und zu erleben. Ein Prozess, der über Jahre ging. Mal mehr, mal weniger.

Heute arbeite ich als schamanisch Praktizierender. Schamane würd ich mich nicht nennen. Nur schon deswegen, weil ich keiner bin. Ich sorge sehr wohl für meinen Kreis, aber das alte Bild vom “Schamanen” hat für mich mit einer ganzen Sippschaft zu tun. In Europa leben wir heute nicht mehr in Gemeinschaften. Jeder ist für sich. Somit ist auch ein Wirken als Schamane für mich gar ncht möglich.

Aber ich arbeite auf schamanische Weise. Lerne Menschen das Reisen, begleite Seelen ins Totenreich und kümmere mich um Krankheiten.

Ich bin aber ein Mensch, der auf dem Boden lebt. Hier und jetzt. Ich erkläre die Dinge, die ich tue und versuche stets bei der Logik zu bleiben in Gesprächen. In meinem weltlichen Beruf bin ich Softwareingenieur, bis vor Kurzem im Banken- und Börsenbereich Zürich.

Meine Praxis sieht als Panoramabild so aus:

Nebenbei unterhalte ich eine lokale Trommelgruppe und ein sehr familiäres Forum zum Austausch unter schamanisch Interessierten.

Mein Angebot als schamanisch Praktizierender findet sich hier:

*smile*
Wanderer



Ein Geschenk für die Schamanenstube!

24. April 2008

Griaß Eich!


Ich bin heute Nachmittag mit der Bitte zu den Ybbsgeistern gegangen, mir ein kleines Willkommensgeschenk für die Schamanenstube zukommen zu lassen!

Lange Zeit bin ich an einem Strand entlang gewandert und habe gesucht und gesucht, und immer wieder kam ein Stein zu mir.
Am Ende hatte ich sechs Steine in der Hand.
Jeder war etwas ganz Besonderes, hatte seine eigene Farbe, sein eigenes Muster, seine eigene Kraft.

Ich habe mir vorgenommen, die sechs Steine einzeln zu bereisen, um zu erfragen, was sie uns sagen möchten.

Wenn ich die Reisen gemacht habe, werde ich die Steine den Flussgeistern wieder zurück bringen.

Ich werde hier natürlich reinschreiben, was bei den Reisen rauskommt!
Zwischenzeitlich habe ich die Steine in eine Schüssel mit Leitungswasser gelegt. Ich hoffe, es gefällt ihnen da auch ne Weile. Smile

Die Reise:

Der kleine rote Stein rechts im Bild,
unterstützt uns bei unserer Arbeit mit den Hilfesuchenden.
Er wird uns helfen, gute Arbeit zu verrichten.

Der große rosa-weiße Stein oben im Bild,
ist für das Herz in der Schamanenstube zuständig.
Er wird uns helfen, daß wir immer mit Herzenskraft arbeiten.

Der schwarze Stein links im Bild hilft uns beim Extrahieren.
Er ist für Arbeit mit dunklen Wesen zuständig
und hilft uns dabei.

Der kleine graue Stein mit dem weißen Streifen rechts im Bild,
bringt uns ein gutes Fundament.
Er schickt uns die richtigen Leute für die Stube.

Der große graue Stein unten im Bild,
trägt das Wissen der Schamanenstube in sich.
Er hilft uns bei den Auszubildenden.

Der schwarze Stein mit den weißen Linien rechts oben im Bild,
hilft uns, ein freundliches Klima in der Stube zu bewahren.
Alles was uns hidnert oder stört oder negative Energien verbreitet,
wird ausgeleitet.


Alles Liebe, Sonja




Traumfänger

24. April 2008

DER UNTERSCHIED
Zwischen Traumfänger und Traumfänger

Griaß Eich! Very Happy

Um zu erklären, was ein echter Traumfänger ist, muss ich erst den Unterschied zwischen „Traumfänger Weben“ und „Traumfänger Basteln“ erklären.
Es gibt Menschen die halten Vorträge über Schamanismus, haben aber selber nie eine Reise in die untere Welt gemacht.
Es gibt Menschen die sagen sie lieben Kinder, haben aber selber keine, weil sie lieber Karriere machen wollen.
Und es gibt Menschen die basteln Traumfänger, und verwenden dazu Metallringe, gefärbte Federn, Wollreste und Glitzerperlen- oder sie kaufen fertige Traumfänger im Geschäft.
Der Effekt ist der Selbe.
Niemand, der nicht eintaucht in die Materie, kann nachempfinden, wie sie sich anfühlt.
Wer an der Oberfläche schwimmt, dem bleiben die tieferen Geheimnisse verborgen. Sie haben nur die Hülle erkannt.
Ein echter Traumfänger wirkt.
Er fängt schlechte Träume und Ziele und lässt nur die wahren Träume durch die Federn zurück zum Schlafenden rutschen.
In einen echten Traumfänger werden Wünsche und Segenssprüche mit eingeknotet. Während man webt, denkt man fest an die Dinge die man der Person wünscht, für die man den Traumfänger macht. Zieht man einen Knoten fest, dann wird dieser Wunsch besiegelt und darin festgehalten.
Traumfänger werden aus Weidenruten gebogen.
Man bedankt sich bei dem Strauch, wenn man die Rute abschneidet, und gibt dem Strauch etwas zurück. Entweder Tabak, oder zumindest etwas Speichel, damit die „Wunde“ an der Schnittstelle besser verheilen kann. Man bereitet den Strauch darauf vor, bevor man das Messer ansetzt. Man sagt ihm, wofür man die Rute braucht.
Danach legt man die Weidenrute in heißes Wasser (Badewanne) damit sie beim biegen nicht bricht.
Man lässt die Rute in einem trockenen Raum einige Tage trocknen.
Damit der Traumfänger ganz rund wird, kann man die Ruten in einen Topf legen. Man kann die Rute aber auch einfach mit den gekreuzten Enden oben zusammen biegen, sodass eine Tropfen-Form entsteht.
Eine weitere Möglichkeit ist, die Weidenrute um ein Rohr zu biegen, und festzubinden bis sie getrocknet ist, sodass eine Spirale entsteht.

Der Ring des Traumfängers steht für alle Kreisläufe, wie Ebbe-Flut, Tag-Nacht, Leben- Tod- Wiedergeburt, die wiederkehrenden Jahreszeiten, usw…
Als Schnur verwendet man am besten pflanzliches, gewachstes Sehnenmaterial, das man in Bogensport-Geschäften in Rollen aus Amerika bekommt.
Man wickelt etwa 7 Meter Schnur um die gespreizten Finger einer Hand, und rollt diese dann zu einem Stab, sodass ein Ende der Schnur sichtbar ist- das nicht mit gewickelt wird.
Das Wachs das die Schnur umhüllt, hält alles zusammen und man braucht kein Schiffchen zum weben, kann immer nur den Teil abwickeln, den man gerade braucht.

Ich kenne inzwischen drei verschiedene Web-Techniken, die das Netz immer wieder anders aussehen lassen. Eine Technik nennt man die „Ojibwe“-Technik, weil die Ojibwe sich dadurch von allen anderen Stämmen die Traumfänger webten unterschieden, dass ihr Netz dem Spinnen-Netz am ähnlichsten war.
Bekannter sind allerdings die überall erhältlichen „Blumen-Netze“, die sich wie ein Mandala in Blütenform ausbreiten.

Für den Anfang bindet man das Ende der Schnur am oberen Ende des Ringes (des tropfenförmigen Holzes) fest.
Es sollte so fest sein, dass es auf keinen Fall wieder aufgehen kann, weil es an diesem Knoten liegt, ob der Traumfänger später lange hält oder sich irgendwann löst.
Am besten befestigt man dieses Ende so, dass man auch gleichzeitig eine kleine Schlinge für das spätere Befestigen des Traumfängers hat.
Dann wickelt man die Schnur einmal locker um das Hölzchen, sodass eine Schlinge entsteht.
Durch die Schlinge sticht man mit dem „Schiffchen“ (Schnur-Stab) von oben hinein, und zieht die Schnur in die Mitte des Ringes (immer nach innen arbeiten!) wieder heraus.
Dann lässt man etwa 5 cm Abstand (je enger der Abstand in der ersten Reihe, desto schöner wird das Netz!) um dann wieder die nächste Schlinge zu legen und wieder genauso zu verfahren wie bei der ersten Schlinge.
Auf diese Weise arbeitet man sich rund um das Hölzchen, bis man wieder exakt dort ankommt, wo man den Anfangs- Faden festgeknotet hat.
Hat man nun einmal rund um das Hölzchen gewebt, dann sind die „Schlaufen“ die wir in der ersten Reihe noch legen mussten nun schon vorgegeben, durch die erste Reihe.
Wieder sticht man mit dem Schiffchen in die nächste Schlaufe von oben, auf diese Weise entsteht eine neue Schlinge, und durch diese stechen wir noch mal von oben rein, ziehen sie unten wieder raus, holen sie in der Mitte des Traumfängers nach oben, und ziehen das Schiffchen in die Mitte.
Die Schnur sollte unter allen Umständen UNUNTERBROCHEN gespannt bleiben, damit das Netz später fest wird, wie bei einem Tennis-Schläger. Macht man es zu locker, hängt das Netz durch.

Traditionell wird beim Weben darauf geachtet, dass die Gedanken bei der Person sind, die den Traumfänger bekommen soll, es werden Wünsche und Segenssprüche mit hinein geknotet.
Man webt so lange, bis das Netz in der Mitte komplett geschlossen ist! Bringt man das Schiffchen nicht mehr durch die kleinen Schlaufen (es wird natürlich immer enger, je näher man der Mitte kommt) dann schneidet man die Schnur so weit hinten ab, dass man noch genug Schnur hat um fertig zu weben, und sticht nur mehr mit der Schnur durch die Schlaufen.
Am Ende sollte der Knoten nicht nur fest und doppelt gelegt werden, sondern auch noch zusätzlich mit einem Feuerzeug abgebrannt werden, sodass das schmelzende Wachs das Ende verklebt und sichert.

In der Mitte befestigt man dann eine Perle als Zeichen des Respekts gegenüber der Spinne, die uns lehrte, das Netz zu weben.
Diese Perle symbolisiert aber auch das große Geheimnis, den großen Geist, um den sich nun unser Lebensweg (das Netz) windet.
Die Perle markiert den Mittelpunkt- aus dem alles hervorgeht, das Zentrum, die Leere, das Nichts.

Danach werden entweder nur an den beiden Seiten des Traumfängers und in der Mitte unten Schnüre befestigt, an denen man Perlen festbindet, in deren Löcher man dann Federn- nach unten hängend- mit dem Kiel hineinstecken kann.
Oder man kann natürlich auch Muscheln, Steine, Kristalle, usw… als Verzierung dazu binden.
Die Federn leiten die guten Träume zurück zum Schlafenden. Die schlechten Träume verfangen sich im Netz, sie finden keinen Weg hinaus.

Aus diesem Grund sollte ein Traumfänger etwa einmal im Monat ans Fenster gehängt werden, sodass die schlechten Träume wie Tautropfen im Morgenlicht der Sonne verdunsten können.
Der Traumfänger wird nachdem er fertig ist mit Salbei geräuchert, und dabei bittet man den großen Geist, der Person zu helfen, ihre wahren Ziele und Träume zu erkennen, und die schlechten Träume im Netz zu fangen.
Der Traumfänger wird über das Kopf-Ende des Bettes gehängt.

Bei einem Spiral-Traumfänger webt man sieben Mal von unten beginnend (die Selbe Netz-Technik) nach oben und wieder zurück. Durch die Mitte lässt man dann eine Schnur nach unten hängen, an der man mittig einen kleinen Stein für den großen Geist und die Spinne befestigt, und unter der Spirale werden dann die Federn an der Schnur befestigt.
Dreht man die Spirale, sollte sich der Traumfänger exakt um die mittige Schnur bewegen, ohne daran zu streifen. (Das lotet man am besten vorher aus, indem man die Schnur zuerst oben am Holz befestigt, sie am unteren Ende nimmt und spannt, und den Traumfänger ein paar Mal um die eigene Achse dreht.)

Es gäbe auch noch Kugeltraumfänger, allerdings ist diese Technik schriftlich zu beschreiben so schwer, dass die Arbeit selber dagegen leicht erscheint.

Sonja

Traumfängerwebkurse finden jederzeit auch für Einzelpersonen in der Villa Raabennest statt!
Bei Interesse einfach eine Nachricht an mich schicken!



Der Raum in dem ich mit Gruppen arbeite

24. April 2008

Hallo zusammen!

Ich möchte Euch heute mal Bilder zeigen, von dem Raum, in dem ich arbeite.
Es ist ein heller, freundlicher, großer Seminarraum, im ersten Obergeschoss der Villa Raabennest.
Es gibt eine kleine Kochnische dort, und hellen Parkettboden, viele große Fenster und einen Schwedenofen, falls das Wetter verrückt spielt und es im Sommer plötzlich schneit. *lach*
Hier ein paar Bilder von dem Raum:



Opponitz

24. April 2008

Opponitz ist ein kleines Bergdorf, im Ötschergebiet, an der Eisenstrasse in Niederösterreich.
Eisenstrasse deshalb, weil hier früher schon mit Pferdewägen vom Erzberg das Eisen abgebaut wurde und hierher gebracht wurde, um es zu verarbeiten.
Entlang der Eisenstrasse gab- und gibt es immer noch- jede Menge Schmieden und Hammerwerke, in denen das Eisen dann zu Sicheln, Sensen, Pfannen und anderen Dingen verarbeitet wurde.
Ich kann mich noch daran erinnern, daß meine Kindheit diese Hintergrundmusik hatte: “Ding-ding, Ding-ding…..”
Und auch jetzt noch gibt es Schmiedekurse, Hammerwerk-Museen, “Funkensprühen im Advent” wo Hammerschmiede auf offener Strasse bei Feuer und Rauch ihr Kunsthandwerk zeigen, Nägel schmieden, oder Glücksbringer-Schmieden für Silvester veranstalten.

Opponitz ist ein Fliegenfischerparadies. Jährlich kommen viele Gäste aus dem Ausland, um hier in Ruhe an der Ybbs zu fischen.
Der seltenste Fisch den wir hier noch haben ist die “Äsche” die vom aussterben bedroht ist und hier einen eigenen Verein gefunden hat,d er sich für sie einsetzt.

Wir haben etwa 1000 Einwohner, der Hausberg “Bauernboden” ist 1200 Meter hoch, es gibt Schluchtenwanderwege, Bademöglichkeiten an der Ybbs und die Ybbstalbahn, mit der man Ausflüge zum Lunzer See oder nach Waidhofen/ Ybbs machen kann. An Wochenenden fährt ab und zu auch noch die Dampflokomotive und zieht viele Schaulustige an.

Opponitz liegt auf 422 Meter Seehöhe.
Der Name “Opponitz” kommt aus dem slawischen und bedeutet soviel wie “Geräusch des Wassers”

Hier einige Bilder aus dem Dorf:



Die Geisterkammer

24. April 2008

Hallo zusammen!

Auch die kleine Geisterkammer möchte ich Euch vorstellen, sie befindet sich unter dem Dach der Villa Raabennest und wird nur für Einzelpersonen genutzt, zum schamanisch Reisen, zum behandeln, extrahieren, für Seelenrückholungen, und andere Arbeiten.
Die Geisterkammer ist sozusagen ein “Altarzimmer”, der heiligste Raum im Haus, so wie früher die “Hauskapelle”. Da wir ja ein Raabennest sind, ist es praktisch der “Rabenhorst” am höchsten Punkt des Hauses.
Hier kommt niemand rein, der nicht von mir extra dorthin eingeladen wurde.
Meine Kinder wissen, daß es ein heiliger Raum ist, den sie ohne Schuhe betreten, und sie wissen auch, daß sie dort nichts anfassen dürfen ohne mich zu fragen.
Nicht, weil ich so geizig bin und ihnen nichts gönne, sondern weil das meine “Werkstatt” ist, in der ich arbeite, und die Gegenstände mein “Werkzeug” sind, das ich brauche für die Arbeit.

Hier einige Bilder von der Geisterkammer:



Die Villa Raabennest

24. April 2008

Griaß Eich!

Damit ihr Euch ein Bild machen könnt, was die “Villa Raabennest” ist, hier eine kleine Beschreibung und ein par Bilder davon.

Wir, die Familie Raab (Raab Mattias, Sonja, Billie-Jo, Björn-Dorian und Finn-Loris) haben das Haus im Dezember 2007 gekauft.
Es ist ein altes Haus, etwa 150 Jahre alt.
Ich habe als Jugendliche schon einmal ein Jahr hier gewohnt, damals auf Miete, zwischenzeitlich wurde das Haus von einem Heilpraktiker gekauft, mit dem ich befreundet war, und der es später uns verkauft hat, als er nach Oberösterreich zu seiner Freundin zog.
So kamen wir also günstig an dieses Haus.

Da wir mit Nachnamen RAAB heissen, und mein erstes Krafttier bei der schamanischen Arbeit damals der Rabe war, und ich den Raben mir danach auch tätowieren ließ, hat es sich so ergeben, daß wir das Haus von Anfang an “Raabennest” getauft haben.

Das Raabennest besteht aus einem Gewölbekeller und einer kleinen Werkstatt, einem Gästezimmer, einem Seminarraum, einem Feuchtraum, den man nur zum züchten für Champignons nutzen könnte, vier Bädern, (davon ist eines nicht mehr in Verwendung) einem Wohnzimmer, einem Schlafzimmer, zwei Kinderzimmern, einer kleinen Bibliothek, und einer Geisterkammer unter dem Dach.

Die Geisterkammer ist über eine Wendeltreppe vom Wohnzimmer aus erreichbar und mein kleines ganz persönliches Zimmer, in dem ich mit Einzelpersonen arbeite, wenn ich Seelenrückholungen mache, oder schamanische Trommelreisen mache, Extrahiere oder andere schamanische Arbeit mache.

Vor dem Haus befindet sich ein kleiner eingezäunter Garten, und ein großes Grundstück, das ich im Moment in ein Gartenparadies umwandeln möchte, sowie ein Stück Wald einen Hang hinauf. Hinter dem Haus führt ein Weg runter zur Ybbs.
Wir haben einen Wächterfelsen hinter dem Haus, der dafür zuständig ist, schlechte Energien fernzuhalten..
Vor dem Haus sitzt ein Steingeist, der dieses Jahr unbedingt zu mir wollte, als er von einem Berg herunter kullerte.
So ließen wir den dreieinhalb Tonnen schweren Felsbrocken vor unser Haus bringen, und da begrüsst er nun alle Gäste.

Hier einige Bilder:

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Die Kraft der “Hausmittel”

24. April 2008

Liebe Gäste,

hier biete ich Euch eine Übersicht von gesammelten österreichischen Hausmitteln an, die ich im laufe der Jahre zusammengetragen habe.
Solche “Hausmittel” wurden zwar oft lächerlich gemacht sind aber jahrelang erprobt und für gut befunden und weitergegeben worden.
Nicht nur die Anwendung selbst ist spannend, sondern auch die Zubereitung macht viel Freude und bringt einen wieder ein wenig näher an die Pflanzen, Tiere und Menschen heran…
Ich sage bewusst nicht, daß wir uns von der Natur entfernt haben, denn schließlich sind wir Menschen selbst NATUR PUR.

Sonja

ALLGEMEINES WOHLBEFINDEN

Blutreinigungsmittel:

30 dag guten Bienenhonig mit 30 dag feingeschnittener Zwiebel in ein verschließbares Glas geben. Schon nach kurzer Zeit mischen sich Zwiebelsaft und Honig, es entsteht ein dünnflüssiger Saft, von welchem man täglich morgens nüchtern und abends je 1 EL voll einnimmt.

Brennesselaufstrich:

Ein Büscherl junge Brennesseltriebe, 1 Zwiebel, etwas Schnittlauch und Kresse waschen, ganz klein hacken, mit 1 EL Getreideflocken vermischen und auf ein Butterbrot streichen.

Brennesselsalat:

In den fertigen Kartoffelsalat gibt man ein Büscherl junge Brennesseltriebe, Sauerampferblätter und jungen Löwenzahn, alles ganz fein gehackt, dazu.

Brennesselspinat:

Junge Brennesseln überbrühen und mit ganz wenig Wasser kurz kochen. Eine Einmach aus 2 dag Butter, 2 dag Hafermark bereiten und mit Milch aufgießen. Die gedünsteten Brennesseln hinzugeben und alles durchmixen oder passieren. Dann mit Knoblauch, Salz, Muskat und Rahm abschmecken.

Brennesseltee:

Die ersten Brennesseln im Frühjahr gleich zu einer Teekur nützen. 1 Büscherl Brennesseln klein schneiden, mit ¼ l kochendem Wasser übergießen und 5 Min. ziehen lassen.

Morgens und abends eine Tasse davon trinken. Die Kur nicht länger als 3 Wochen durchführen !

Eingelegter Knoblauch:

¾ kg Knoblauch, ½ l Weißwein, 7,5 dag Zucker, 8 Gewürznelken, 1 TL Rosmarin und Thymian, 1 TL weiße Pfefferkörner, 4 Lorbeerblätter, 2 TL Salz, 10 EL Essig.

Kurz aufwallen lassen. Abgekühlt 4 EL gutes Salatöl ( Distelöl) dazugeben, in ein Glas füllen. 1 Monat kühl stehen lassen.

Hilft bei Durchblutungsstörungen.

Knoblauch gegen Verkalkung:

30 Stk. Knoblauchzehen, 3 Stk. ungespritzte Zitronen mit Schale durch den Fleischwolf drehen. Diese Masse mit 1 l Wasser langsam zum kochen bringen. Nur einmal aufwallen lassen, dann abseihen und in Flaschen füllen.

3 Wochen lang täglich 1 Stamperl davon trinken. 1 Woche Pause und dann nochmals 3 Wochen fortsetzen.

Diese Kur einmal jährlich durchführen. Der Knoblauchgeruch ist kaum wahrnehmbar.

Kaltwasseranwendungen:

Kaltwasseranwendungen bringen fast immer eine gute Besserung des allgemeinen Wohlbefindens:

> Wassertreten in einem großen Schaff oder in einem Bach.

> Barfuß gehen und Tautreten am frühen Morgen ( in den Monaten ohne “R”)

Morgengetränk:

1 EL Honig, 1 EL Apfelessig in einem Glas verrühren, mit lauwarmem Wasser auffüllen und morgens trinken.

Sauerkrautkur:

1 kleiner Teller Sauerkraut, 1 geriebener Apfel vermischt mit 1 TL Essig, 1 TL geriebenem Kren und 1 EL gutes Salatöl ( Distelöl, Sonnenblumenöl, Kürbiskernöl kaltgepresst)

Morgens auf nüchternen Magen essen, ca. 2 Wochen hindurch. Das Frühstück sollte erst eine halbe Stunde danach eingenommen werden.

Sehr gut zur allgemeinen Steigerung der Abwehr- Kräfte und für schönere Haut.

Suppe mit den ersten Frühlingskräutern:

1 Büscherl Sauerampferblätter, 1 Büscherl Brennesseln, 1 Büscherl Löwenzahnblätter, 1 Büscherl Wegerich, 1 Zwiebel, Karotten, Salz, 2 EL Hafermark.

Kräuter und Gemüse zustellen und kurz durchkochen lassen. Hafermark einstreuen und nochmals aufkochen, dann die Suppe durchmixen und abschmecken.

Traubenkur im Herbst:

Gute ( inländische) Trauben gut waschen, um die Hefepilze zu entfernen, die sich gerne an Trauben ansiedeln.

2 Tage hindurch nur bis zu 5 kg Trauben essen, sonst nichts essen und trinken. Gut kauen und einspeicheln. Diese 2- Tage- Kur soll 4 Wochen hindurch einmal pro Woche durchgeführt werden.

Wirkt blutreinigend und entschlackend, macht den Körper widerstandsfähiger in der Winterzeit.

VORBEUGUNG- ABWEHRKRÄFTE STEIGERN IN GRIPPEZEITEN

Ölbeißen:

Mindestens 1 kleiner Löffel, höchstens 1 kleiner EL Sonnenblumenöl in den Mund nehmen und 20 Minuten im Mund bewegen. Kauen und durch die Zähne drücken, aber ja nicht schlucken !

Über die Drüsen entzieht das Öl dem Körper viele Giftstoffe. Nach den 20 Minuten ausspucken und mit warmem Wasser ausspülen.

1x täglich, am besten morgens.

Besonders wirksam bei Halsschmerzen und Mandelentzündungen.

Es wurde berichtet, daß jemand bei konsequenter 2x täglicher Anwendung sogar seine geschwollene Gicht losgeworden ist. Am 3. Tag erfolgt üblicherweise eine heftige Reaktion mit Schmerzen an vielen Stellen, dann aber eine deutliche Besserung.

WICHTIG: Bei geschädigter Leber oder Nieren sollte diese Kur nur kurze Zeit durchgeführt werden.

Propolis:

20 Propolis- Tropfen, den Saft einer ½ Zitrone und 1 EL Honig abrühren. Löffelweise einnehmen und dabei so lange wie möglich im Mund behalten.

Sauerkrautkur:

1 kleiner Teller rohes Sauerkraut, 1 geriebener Apfel vermischt mit 1 TL geriebenem Kren und 1 EL gutes Salatöl ( Distelöl, Sonnenblumenöl, Kürbiskernöl kaltgepresst).

Morgens auf nüchternem Magen. Das Frühstück sollte erst eine halbe Stunde danach eingenommen werden. Ca. 2 Wochen lang durchführen.

Sehr gut zur Steigerung der Abwehrkräfte und für schöne Haut.

Temperaturansteigende Fußbäder:

Kalte, nasse Füsse sind meist an Erkältungen schuld. Ein gutes Mittel um die Erkältung noch abzufangen, sind Fußwechselbäder. Auch bei Kopfschmerzen und Druckgefühl im Kopf sind sie sehr gut geeignet. Weiters auch wenn man wegen kalter Füsse nicht einschlafen kann.

Und so wird`s gemacht:

Zwei größere Eimer im Badezimmer bereithalten. Die Füsse sollen bis zu den Waden im Wasser stehen. In einen Eimer warmes Wasser mit 2 EL Salz geben.

In den 2. Eimer kaltes Wasser geben.

1-3 Minuten die Füsse ins Warmwasser stellen, dann 5- 10 Sekunden in das kalte Wasser. Dann wieder ins warme Wasser, eventuell zuvor wieder heißes Wasser zugeben.

(Vorsicht bei Krampfadern! Nicht zu heiß anwenden!)

4-5 Mal wechseln. Den Abschluß macht ein kurzes Eintauchen in das kalte Wasser.

Nicht zu viel abtrocknen, sofort ins Bett !

Kalte Wickel und Packungen:

Beim Ganzwickel ein Leintuch ins kalte Wasser tauchen und dann um den Körper wickeln ( bis unter die Achselhöhlen). Hierauf mit einem trockenen Flanelleintuch

und noch einer Wolldecke zudecken. Man achte darauf, daß man an den Beinen und am Oberkörper gut zugedeckt ist, sodaß die Packung schön geschlossen ist.

Eine ½ Stunde so liegen bleiben. Wenn der Patient friert, Wärmflaschen zulegen.

Anschließend schnell den Patienten warm abwaschen. Man kann auch 1 EL Essig dem Warmwasser zusetzen. Wieder ins frische Bett legen und ausruhen.

Gesunde können ihn zur Ausscheidung von Giftstoffen, die sich im Körper ablagern, alle 8- 14 Tage machen. Bei Kranken ist der kalte Wickel nur im Anfangsstadium möglich. Der Patient darf aber dabei nicht frieren.

Herzkranke sollten sie nicht anwenden. Am besten ist es aber in diesem Fall den Arzt zu fragen!

Warme Wickel:

Für diese Wickel kann man warmes Wasser, aber auch Kräuterabsude von Heublumen, Kamille, Salbei sowie Essig- oder Salzwasser verwenden.

Man taucht ein Tuch ein und legt es auf die betroffenen Stellen auf, darüber gibt man eventuell einen Plastikstreifen und deckt alles noch mit einem Badetuch oder Wollschal, usw… ab. Nach dem Dünsten bleibt man noch einige Zeit im Bett liegen.

Wenn es schnell gehen soll kann man auch die betroffenen Stellen einreiben, ein warmes Tuch darübergeben, darauf eine Wärmeflasche legen und mit einer Decke abdecken.

Anwendung bei Schmerzen, Krämpfen oder Nieren- oder Blasenleiden, bei Gicht und Rheumatismus.

BRONCHITIS

Eiklarwickel:

Eiklar mit gutem Salatöl vermischen (Zimmertemperatur) und Umschläge auf der Brust machen.

Dazu

Braunschmalzpatscherl:

Braunschmalz wird leicht erwärmt, die Füsse damit einmassiert.

Dann werden Wollsocken darübergezogen. Besonders wirksam bei schon länger anhaltender Bronchitis.

Pfingstrosenhonig:

1/8 l Wasser und ¼ kg Kandiszucker mit den Blättern einer Pfingsrose kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Überkühlen lassen und 1/8 kg echten Bienenhonig (am besten Waldhonig) dazumischen. Bei Bronchitis nimmt man täglich 3 mal 1 EL davon.

Propolis:

In ¼ l warmes Wasser oder Tee 10-20 Tropfen Propolistinktur geben. Diese Mischung 2-3 mal täglich eine Stunde vor dem Essen trinken.

Bei allen fiebrigen Entzündungskrankheiten anzuwenden.

Salzeinreibung:

1 EL Salz in 1/8 l Wasser auflösen und den Brustbereich damit gut einmassieren. Anschließend noch die Brust mit Johanniskrautöl oder reinem Olivenöl einreiben und mit einem warmen Tuch abdecken.

An jener Stelle an der die Entzündung am stärksten ist, ist eine deutliche Hautrötung zu sehen.

Die Salzeinreibung kann auch im Stirn- Kiefer- und Nebenhöhlenbereich gut angewandt werden.

Topfenwickel:

¼ kg Topfen leicht erwärmt- aber nicht zu heiß- auf ein altes Leintuch geben.

Auf Brust und Rücken auflegen, darüber ein dickes Wolltuch geben.

Den Wickel ca. 1 Stunde einwirken lassen. Am besten morgens und abends auflegen und dabei gut zugedeckt im Bett liegen.

Es können auch 1 Teil Schmierseife und 2 Teile Topfen genommen werden.

Zwiebelschmier:

Die Zwiebel ist ein besonders wichtiges Hausmittel und in jedem haushalt schnell zur Hand.

Eine große Zwiebel in dünne Ringe schneiden, in Schweineschmalz aufschäumen lassen (nicht zu dunkel!).

Auf Brust und Rücken gut einmassieren. Vorsicht: Warm, aber nicht zu heiß!

Je ein warmes Tuch darübergeben oder ein enges, altes T- Shirt anziehen. Über Nacht einwirken lassen. Noch 2-3 Nächte wiederholen.

HUSTEN

Huflattichtee:

1 EL Blätter oder Blüten mit ½ l Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Mit Honig oder Kandiszucker süßen und 2 Tassen täglich trinken.

Sammelzeit: Blüten: März und April

Blätter: Juni und Juli

Husten- Spezialgtränk:

1 Gläschen Schnaps, 1 EL Butter, 1 EL Honig erhitzen. So warm wie möglich schluckweise trinken.

Medizinisch… ???- aber es schmeckt sehr gut !

Hustensaft:

3 l Fichtenwipferl, (frische Triebe), 2 Handvoll Löwenzahnblüten, 1 Büscherl Spitzwegerich, 1 Handvoll isländisch Moos (in der Apotheke erhältlich), 1 Zitrone, 1 dag Fenchelsamen, 2 l Wasser.

Alles gut zusammen kochen, überkühlen, dann ausdrücken.

Auf 1 l Saft 1 kg Zucker dickflüssig einkochen, in Flaschen füllen, im Keller aufbewahren.

Man kann auch Kamille, Eibisch, Huflattichblüten oder Rosmarin dazugeben.

Hustensirup:

(im Mai ansetzen)

In ein gut verschließbares Glas gibt man lagenweise kleingeschnittene Spitzwegerichblätter- Rohrzucker- Fichtenwipferl- Rohrzucker- kleingeschnittene Huflattichblätter- Rohrzucker.

Nach jeder Lage fest andrücken und das Ganze wiederholen, bis das Glas gut voll ist.

Gut verschließen und 6 Wochen in die Sonne stellen oder 8 Wochen in der Erde vergraben. Dann abseihen und in kleine Gläser füllen.

Rettichsaft:

Von einem großen schwarzen Rettich die obere Kappe abschneiden und mit einer Stricknadel ein Loch durchstechen. Die Höhlung mit Kandiszucker oder Honig ausfüllen und Kappe wieder aufsetzen. Dann Rettich auf ein Glas setzen und an einem warmen Ort stehenlassen.

Von dem Saft der sich bildet, mehrmals täglich 1 TL einnehmen. Auch für Kleinkinder geeignet!

Für Kinder unerreichbar aufbewahren, da sonst der Kandiszucker verschwindet, bevor er Zeit hat, sich aufzulösen !

Tannenwipferlsaft:

Man gibt 3 Hände voll Tannenwipferl in ein Glas, füllt es mit Gärmost auf und stellt das Ganze 8- 10 Tage in die Sonne. Danach seiht man es ab und kocht die gleiche Menge Saft und Zucker ein- ca. 1,5 Stunden. (Gutes Hustenmittel!)

Thymian- Spitzwegerich- Tee:

In eine Tasse gibt man eine Zitronenscheibe und 1 TL Thymian- Spitzwegerichmischung zu gleichen Teilen.

Mit kochendem Wasser überbrühen und höchstens 1 Minute ziehen lassen. Abseihen und ca. 4 Mal pro Tag warm trinken.

Zwiebelmilch:

1 mittelgroße Zwiebel in Scheiben schneiden und in ¼ l Milch kurz aufkochen, abseihen und 1 EL Honig einrühren.

Möglichst warm in kleinen Schlucken trinken.

Zwiebeltee:

1 ganze Zwiebel halbieren, die gröbsten Schalen weggeben und in ca. 1 l Wasser ¼ Stunde köcheln lassen. Dann etwas Thymian und Schafgarbe dazugeben, abseihen und mit braunem Kandiszucker süßen.

Den ganzen Tag über sehr warm trinken.

Zur Geschmacksverbesserung Orangensaft oder eine Brausetablette Vitamin C dazugeben.

FIEBER

Das Fieber ist notwendig. Erst wenn es über 39,5° C steigt

soll man etwas dagegen unternehmen.

Essigpatscherl:

Man taucht Baumwollsocken in Essigwasser und zieht sie dem Kranken an. Dann noch Wollsocken darüber anziehen. Wie bei Wadenwickeln wieder erneuern, wenn sie sich erwärmt haben.

Krenketterl:

Eine Krenwurzel in Ringe schneiden und auf einen Schnurgummi auffädeln.

Diese Kette dem Fiebernden um den Hals hängen. Wenn der Kren eingetrocknet ist, das Ketterl erneuern.

Wadenwickel mit Essig:

Man taucht ein Tuch in Essigwasser (Zimmertemperatur) und legt es um die Waden. Mit einem trockenen Tuch abdecken. Wenn der Wickel warm ist, wieder erneuern. Mindestens jede Stunde wechseln.

OHRENSCHMERZEN

Zwiebelkompresse:

Zwiebel klein schneiden und kalt auf ein Taschentuch verteilen. Einen Waschlappen in heißes Wasser tauchen.

Das zusammengefaltete Tuch mit den Zwiebeln auf das Ohr legen, den heißen Waschlappen dazu und eine Badehaube darüberziehen. Noch einen Schal oder eine warme Mütze darüberziehen.

Nach 20 Minuten Kompresse weggeben und 2 Tropfen leicht erwärmtes Johanniskrautöl in das Ohr tropfen ( wenn der Patient dann schreit vor Schmerzen war das Öl zu heiß) Mit Watte abschließen.

Das nimmt schnell die Schmerzen, sollte allerdings noch weitere 2-3 Tage angewandt werden.

Unbedingt BEIDE Ohren behandeln, auch wenn das andere nicht schmerzt.

Weitere Tips:

> Auch die äußere Umgebung der Ohren mit warmem Johanniskrautöl oder Olivenöl einreiben und ein Tuch umbinden.

> Einen Ölwickel machen ( siehe Halsschmerzen)

> Ein Leinenfleckerl in Schwedenbitter tauchen, auf die Ohren auflegen und ein warmes Tuch umbinden.

SCHNUPFEN

Allgemeine Tips:

> Kamillen- oder Käsepappeltee in die Nase aufgezogen hilft bei fließendem Schnupfen.

> Dann noch mit Ringelblumensalbe Nasen- Stirn- und Nebenhöhlenbereich einreiben. Man kann auch Johannisöl verwenden.

Über Nacht das Gesicht mit einem Seidentuch abdecken.

> Die Stirn mit Hirschtalgsalbe dick einschmieren und über Nacht ein warmes Tuch darübergeben.

Heiße Dämpfe:

Kamille, Hollerblätter und Thymiankraut in ein Schnabelhäferl geben und kochendes Wasser darüber gießen. Den Deckel draufsetzen und einen Trichter in den Schnabel setzen. So kann man gefahrlos inhalieren. Über den Kopf ein Handtuch geben.

Anstelle der Kräuter kann man auch Salzwasser zum Inhalieren verwenden.

Inhalieren mit Apfelessig:

¼ l Apfelessig erhitzen und mindestens 20 Minuten den heißen Dampf durch die Nase einatmen. Besonders bei verstopfter Nase zu empfehlen.

Schnupfen bei Säuglingen:

Mit einer Nasenpumpe den Schleim absaugen und leicht warmen Kamillentee einspritzen. Diese Anwendung mehrmals wiederholen.

HALSSCHMERZEN

Eibischwurzeltee:

Getrocknete Eibischwurzel mit Kandiszucker ca. 15 Minuten leicht kochen lassen, abseihen, 1-2 Tassen pro Tag trinken.

Erdäpfelwickel:

Die frisch gekochten Erdäpfel werden zerquetscht und in ein Tuch eingeschlagen. So heiß wie möglich um den Hals geben (Vorsicht ! Verbrennungsgefahr!!)- einen Schal darüberwickeln, und mit einer Mütze auf dem Kopf ins Bett. Nach 2 Stunden den Wickel entfernen.

Auch als Stirnwickel bei Kopfschmerzen im Zusammenhang mit einer Erkältung sehr gut geeignet.

Löwenzahnpollenhonig:

40 dag Löwenzahnblüten und 4 in Scheiben geschnittene Zitronen in 1,5 l Wasser 12 Stunden stehenlassen.

Das Blütenwasser durch ein Tuch filtern. Dann mit 3 kg Zucker 1,5 Stunden unter ständigem Rühren kochen. In kleine Schraubgläser füllen. Kühl und dunkel aufbewahren.

Bei Halsschmerzen mehrmals am Tag 1 TL voll einnehmen.

Ölwickel:

Etwas Sonnenblumenöl erwärmen. Ein Tuch vorbereiten, das von einem Ohr zum anderen reicht und ca. 6 cm breit ist.

Dieses Tuch mit dem Öl tränken und vorne um den Hals legen. (Vorsicht ! Verbrennungsgefahr!- Daher zuerst am Handrücken testen!)

Das warme Öltuch soll die hinter den Ohren liegenden Drüsen noch gut abdecken. Dann wickelt man noch einen Schal oder ein Wolltuch um den Hals und läßt diesen Wickel eine Stunde oder besser noch über Nacht einwirken.

Salzwickel:

1 EL Salz in einem Häferl warmem Wasser auflösen, ein kleines Tuch darin eintauchen. Das nasse Tuch um den Hals legen, ein warmes, trockenes Tuch darüberbinden und bis zum Morgen darauflassen.

Der Salzwickel ist auch als Brustwickel gut geeignet.

Topfenwickel:

Kühlen Topfen (nicht kalt) auf ein Tuch streichen und das Tuch um den Hals legen. Ein Wolltuch oder einen Schal darüberbinden und den Wickel bis zum nächsten Morgen um den Hals lassen.

Besonders bei starken Schmerzen geeignet.

GEGEN HEISERKEIT

1 Glas Wasser und 1 TL Apfelessig oder 1 TL Salz

Zu jeder Stunde 1 Schluck nehmen und damit gurgeln, aber nicht schlucken.

(Das hilft auch bei Hustenreiz in der Nacht)

Kandiszucker in ein wenig Wasser auflösen, 1 EL gutes Öl, 1 EL Zitronensaft dazugeben und möglichst warm immer wieder einen Löffel voll einnehmen.

Bei allen Halskrankheiten ist das Gurgeln mit warmem Salbeitee sehr zu empfehlen.

Ölbeißen bei allen Halskrankheiten und allen Entzündungen im Mund. (Siehe Vorbeugung in Grippezeiten)

NEBENHÖHLEN- KIEFERHÖHLEN

Farnkrautauflagen:

Frisches Farnkraut zerreiben, in ein Leinensäckchen füllen und in heißes Wasser tauchen. So heiß wie möglich auf die Nebenhöhlenpartien auflegen und ein warmes Tuch darübergeben.

Kamillenauflagen:

In ein Leinensäckchen Kamillenblüten geben, in heißes Wasser tauchen und auf die Stellen legen wo die Nebenhöhlen verlegt sind. Mit einem warmen Tuch abdecken und darauf noch eine Wärmeflasche geben. Mit einer warmen Decke abdecken. Nach dem Dünsten die betroffene Stellen sowie Stirn und Nase mit erwärmtem Johannisöl oder Ringelblumenöl gut einreiben.

Diese Anwendung sollte Abends erfolgen. Auf jeden Fall sollte man Gelegenheit haben, noch etwas auszuruhen. Nicht sofort ins Freie gehen. Wenn nötig, diese Anwendung mehrere Tage hintereinander machen.

Dazu sind auch noch warme und kalte Fußwechselbäder sehr zu empfehlen ! (Siehe Vorbeugung)

Weiterer Tip: Stirn mit Hirschtalg einschmieren.

ZÄHNE

Nelkenöl:

Bei Kleinkindern, die Zähne bekommen, das schmerzende Zahnfleisch mit Nelkenöl eintupfen und leicht einmassieren.

Teespülung bei Zahnfleischproblemen:

Spülen mit Salbei-, Kamille- oder Käsepappeltee.

Tip bei Zahnschmerzen:

Zur Linderung der Schmerzen auf eine Gewürznelke beißen.

Erwachsene können auch einen Schluck Schnaps in den Mund nehmen und auf den schmerzenden Zahn bringen, dann wieder ausspucken.

Eine Knoblauchzehe in der Hälfte teilen und auf der schmerzenden Seite auf den Puls legen vertreibt die Schmerzen sofort.

Etwas Salz in ein Leinentuch wickeln, in Schnaps tauchen und auf den schmerzenden Zahn legen, zubeißen.

Aber so bald wie möglich zum Zahnarzt gehen.

Topfenauflage nach Zahn- und Kieferoperationen:

Zur Schmerzlinderung außen an diue betroffene Stelle kühlen Topfen, den man dick auf ein Tuch aufgestrichen hat, auflegen. Wenn sich der Topfen erwärmt hat, wieder neuen nehmen. Hilft besser und ist Hautverträglicher als Eisauflagen. Man kann sich dadurch die Schmerzmittel sparen, aber nicht die verordneten Medikamente weglassen.

ASTHMA- ATEMNOT

Alantwurzeln:

Alantwurzeln in Wein aufkochen, Honig dazugeben und warm trinken.

Kren:

Kren in dünne Scheiben schneiden, mit Weinessig bedecken und solange kochen bis der Kren schön weiß ist. Den Essig abseihen und mit der gleichen Menge Honig dicklich einkochen. Es genügt billiger Honig, da er sowieso erhitzt wird. Den Kren dazugeben, kurz aufkochen und in kleine Schraubgläser füllen.

Morgens und abends 1 Löffel voll einnehmen.

Lindenbaumblätter:

Lindenbaumblätter in Wasser kochen, abseihen und mit Honig süssen und morgens und abends eine Tasse trinken.

BEI SCHLECHTEM ATEM

Mit Pfefferminze gurgeln und den Mund ausspülen. Es kann auch Schafgarbe dazugemischt werden.

Anis oder Wacholderbeeren kauen, aber nicht mehr als 2-3 Stück pro Anwendung zu sich nehmen.

AUGEN

Augenbad:

Ein Absud von Augentrost, Kamillentee oder Käsepappeltee eignet sich vorzüglich als Augenwasser.

Den lauwarmen Tee in eine flache Schale geben, die Augenpartie eintauchen und die Augen mehrere Male öffnen und schließen.

Topfenauflage bei Gerstenkorn:

Bei einem sogenannten Gerstenkorn legt man am besten abends kühlen Topfen auf das Augenlid. Diese Anwendung öfters wiederholen, bis das Gerstenkorn verschwunden ist.

MAGENBESCHWERDEN

Anistropfen:

75g Anis, 50g Fenchelsamen, 25g Kümmel und etwas ungespritzte Zitronenschale in ein Schraubglas geben und mit 1 l 70%igen Schnaps auffüllen.

Verschließen und 3 Wochen in der Sonne stehen lassen. Öfters durchschütteln. Dann abseihen.

Dem Rückstand einen Liter abgekochtes, ausgekühltes Wasser zusetzen und noch einige Stunden stehen lassen.

Alles durch einen Kaffeefilter laufen lassen und dann den Wasserauszug und den Schnapsauszug miteinander vermischen. In kleine dunkle Fläschchen füllen und dunkel und kühl lagern.

Bei Blähungen, Darmstörungen, Koliken usw. 3 Mal täglich 1 TL voll einnehmen.

Anserinemilch:

Anserine wird mit Fenchel und Kümmel in Milch gekocht und warm getrunken.

Diese Milch hilft besonders bei Magenschmerzen.

Kalmusschnaps:

Kalmuswurzel blättrig schneiden, in Korn ansetzen und 2 Wochen stehen lassen. Öfters durchschütteln und schließlich abseihen.

Sammelzeit der Wurzeln: März- April oder September- Oktober

Bei Magen- und Darmstörungen ein Stamperl trinken.

Kalmuswurzeltee:

1 Löffel Kalmuswurzeln in ¼ l Wasser geben und über Nacht stehen lassen. Am Morgen abseihen und 4x über den Tag verteilt trinken.

Dieser Tee hilft bei vielen Störungen des Magens sowie bei Blähungen.

Leinsamenabkochung:

Geschroteten Leinsamen mit Wasser aufkochen und etwas ziehen lassen., dann warm trinken.

Bei Magenschmerzen.

Sauerkraut:

Roh genossen ist Sauerkraut der Besen für Magen und Darm !

Ein Tip: Verschmäh das Krautwasser nicht, es verschönert Haut und Gesicht !

SODBRENNEN

¼ l Wasser, 1 EL Apfelessig und 1 EL Bienenhonig vermischen und trinken.

Käsepappeltee trinken

1 Tropfen Maggi auf die Hand geben und einsaugen.

1 kleine frisch gehackte Zwiebel und ein Stück Schwarzbrot ganz langsam essen.

1 feingeraspelte Karotte oder ein Glas Karottensaft roh genießen.

15-20 Tropfen Zitronensaft mit einem Löffel kalten Wasser einnehmen.

Zur Vorbeugung:

Täglich eine Tasse Wermuttee löffelweise kalt trinken. Eine kleine Prise Kräuter nur 3 Sekunden in heißem Wasser ziehen lassen, dann abseihen und kalt werden lassen.

BLÄHUNGEN

Kümmelgeist:

1 Fläschchen Kümmelextrakt kaufen und in Korn oder Obstler ansetzen.

1 Stamperl nach dem Essen vertreibt die Blähungen.

SCHLUCKAUF

1 TL Kümmel mit Wasser, ohne zu kauen, einnehmen.

VERSTOPFUNG

Am Morgen gleich nach dem Aufstehen 2 Gläser warmes Wasser trinken.

Am Morgen ein Glas warmes Wasser mit 1 Kochlöffel Karlsbadersalz oder Bittersalz trinken.

1 Handvoll Dörrzwetschken über Nacht einweichen und den Saft schluckweise trinken.

Ballaststoffreiche Kost zu sich nehmen, z.B. Müsli und Vollkorngetreideprodukte.

Wenig Süßigkeiten!

Zu empfehlen sind auch einige bissen rohes Sauerkraut (täglich am Vormittag) Dazu reichlich trinken !

Abends öfter einen Leberwickel

Heublumenwickel:

Einen Heublumenabsud herstellen, ein Tuch darin einweichen, und auf die Gegend des rechten Rippenbogens legen.

Darauf eine Wärmeflasche legen und den Oberkörper mit 2 trockenen Badetüchern umwickeln. Ins Bett legen und den Wickel ca. 2 Stunden wirken lassen.

DURCHFALL

Darmeinlauf:

Einen Darmeinlauf mit körperwarmem Kamillentee machen, um die Giftstoffe so schnell wie möglich aus dem Körper herauszubringen.

Fasten:

1-2 Tage fasten, nur Schleimsuppen ( Reis- oder Haferschleim) oder eine ganz leichte Karotteneinbrennsuppe, dazu Zwieback essen.

Tee:

Schwarzen Tee, bei Kindern Kamillentee, ungezuckert trinken. Außerdem in 1/8 l abgekochtem Wasser 1 KL Salz auflösen und innerhalb von ¼ Stunde löffelweise einnehmen. Das hebt sofort das Wohlbefinden.

Aber keinen Zucker verwenden, nur Süßstoff !

Karottenbrei:

Karotten kochen und und den Brei- auf den Tag verteilt- löffelweise essen.

Bei Kindern kann man auch Bananen nehmen. Diese pürieren und in kleinen Portionen essen.

Weitere Tips:

Ungesalzenen Kartoffelbrei, der nur mit Wasser angerührt wurde, essen.

1 geschabte Karotte und 1 geschabten Apfel braun werden lassen und essen.

BEI DARMSTÖRUNG

Milch kochen, von der Platte nehmen, etwas Leinsamenschrot einrühren und trinken.

Käsepappeltee trinken:

Eine kleine Handvoll frisches Kraut mit ½ l kaltem Wasser aufsetzen. Über Nacht stehen lassen, morgens abseihen und trinkgerecht erwärmen.

Vor dem Frühstück 1 Tasse langsam, schluckweise trinken.

WÜRMER

Bei Madenwürmern: rohe Karotten essen.

Bei Spulwürmern: Knoblauch essen.

Bei Bandwurm: Nüsse und Kürbiskerne kauen.

Meist ist auch eine ärztliche Behandlung notwendig.

Hinweis: Wenn Kinder viel in der Nase bohren, so ist das meist ein Anzeichen von Würmern !

GALLENLEIDEN

Vor jedem Essen in kleinen Schlucken lauwarmes Wasser trinken.

Viel Obst und Gemüse essen.

Dazu:
Warme Heublumenwickel:

Ein Tuch in warmen Heublumensud tauchen und um den Körper wickeln. Dann noch ein trockenes Badetuch darübergeben. Bei Bettruhe den Wickel 1 Stunde wirken lassen.

BLASENLEIDEN

Heublumensäckchen:

In ein Leinensäckchen Heublumen füllen. Diese in heißes Wasser tauchen, leicht ausdrücken und auf den Unterbauch legen.

Ein trockenes Tuch darüber und eine Wärmeflasche drauf. Gut zudecken und bei Bettruhe 1 Stunde einwirken lassen.

Anschließend mit warmem Johannisöl einmassieren.

Kren:

Kren fein reiben, mit einem geriebenen Apfel und Rahm vermischt essen.

Warme Auflage:

Eine handvoll Roggenkleie, Kümmel und Salz in einer Pfanne trocken gut anwärmen, in ein Leinensäckchen füllen und warm auflegen. Eine Decke darüber geben und eine Wärmeflasche darauflegen. Ebenfalls bei Bettruhe einwirken lassen.

Zusätzliche Tips und Hinweise:

Viel Blasentee (Bärentraubenblätter) trinken !

Sich vorsorglich in ärztliche Behandlung geben !

BLASENSCHWÄCHE

Moorbad:

In der Badewanne jeden 3. Tag ein temperaturansteigendes Moorbad nehmen.

Bei Krampfadern nicht zu heiß!

Dazu Tee aus 3 Teilen Weidenröschen, 2 Teilen Frauenmantel und 1 Teil Fenchelsamen.

Wichtige Tips:

Auf warme Füsse achten ! Auch auf alle Fälle warme Unterwäsche anziehen !

FRAUENLEIDEN

Tee:

3 Teile Ringelblume, 2 Teile Frauenmantel, 1 Teil Salbei.

1,5 TL mit ¼ l kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und täglich 1-2 Tassen trinken. Besonders zu empfehlen bei schmerzhafter Regel und inneren Entzündungen.

KRÄMPFE WÄHREND DER MONATSBLUTUNG

Thymiankissen:

Ein kleiner Kissenbezug wird mit getrockneten Blüten und Stengeln gefüllt und vor dem Schlafengehen aufgelegt.

Tee:

Frische Schafgarbenblätter, Frauenmantel und Hirtentäschel zu gleichen Teilen kalt ansetzen, kurz aufkochen und 5-10 Minuten ziehen lassen.

Abseihen und schluckweise eine Tasse Tee bei Bedarf trinken. Wirkt schnell krampflösend.

Diese Mischung kann auch mit Johanniskraut und Zinnkraut ergänzt werden und ist auch als Sitzbad gut geeignet.

WADEN- UND BEINKRÄMPFE

Getränk:

10-15 Blätter Krampfkraut (Anserine oder auch Gänsefingerkraut genannt) mit ¼ l Milch zum kochen bringen, ca. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.

Wichtiger Hinweis: Ausreichende Magnesium- und Calcium- Zufuhr (inkl. Bewegung)

WEIßFLUß

Sitzbäder aus dem Absud von Zinnkraut, Käsepappel oder Eichenrinde.

STILLEN

Zu wenig Milch: Schwarzes Bier trinken

Zu viel Milch oder Abstillen: Salbeitee trinken

BRUSTENTZÜNDUNG

Einen Leinenfleck in heißes Schweineschmalz tauchen und auflegen. (Vorsicht, vorher testen !) Mit warmem Tuch abdecken und noch eine Decke darübergeben.

Man kann auch einen Heublumenabsud für den Wickel verwenden.

Bei starken Schmerzen zuerst kühlen Topfen auf ein Tuch streichen und auflegen.

FASTEN- ABNEHMEN

Schwarzbrotkur:

Zweimal am Tag trockenes Schwarzbrot gut und lange kauen.

Erst schlucken, wenn es im Mund zu Brei geworden ist.

Dazu Kräutertee und einen Apfel.

Bis zu 2.5 Liter täglich trinken, aber nur Wasser oder ungesüßten Kräutertee. Diese Kur einmal wöchentlich oder 2-4 Tage hintereinander machen.

Knoblauchbrotkur:

Ein Butterbrot mit feingewiegtem Knoblauch ganz langsam essen, hinterher 2-3 Stunden nichts.

Dazu Tee von Zinnkraut, Wacholder, Apfelschalen und Wermut trinken.

Kaltwasseranwendungen nach Kneipp wirken dazu sehr unterstützend !

HAUTPROBLEME

Unreine Haut:

Täglich ¼ l Karottensaft- einige Wochen hindurch getrunken- regeneriert unreine Haut, schlechte Nägel und spröde Haare.

Eine Handvoll Salz ins Badewasser geben, nachher gut abduschen.

SOMMERSPROSSEN

Umschläge mit Krennmilch:

¼ l Milch aufkochen, von der Platte nehmen und mit 6 dag geriebenem Kren mischen, ziehen lassen. Abseihen und abends ca. 1 Stunde auflegen.

FLECKIGE HAUT

Einen Tausendguldenkrautabzug zubereiten und die Flecken damit betupfen.

UNREINE HAUT

Gesichtsmilch:

3 EL Frauenmantelblätter übergießt man mit 1 Tasse heißem Wasser und läßt sie ½ Stunde ziehen, dann abseihen. ¼ l Buttermilch dazugeben und wieder eine ½ Stunde ziehen lassen.

Diese Flüssigkeit trägt man auf Gesicht und Hals auf und läßt sie ½ Stunde einwirken. Anschließend warm abwaschen.

ROTES GESICHT

Man presst den Saft von Schlüsselblumen aus, mischt etwas Kampfer darunter und bestreicht damit die roten Stellen.

Schlüsselblumentee mit Kampfer kann auch zu Waschungen benützt werden.

BLEICHES GESICHT

Täglich 2 Tassen Tee aus Schafgarbe und Löwenzahn gemischt und mit Honig gesüßt trinken.

FUßSCHWEIß

Abends ein Fußbad mit einem Zusatz aus Eichenrinden- Absud machen.

Ferner auch einmal pro Woche ein Ganzkörperbad mit Heublumenabsud nehmen.

Unbedingt auch eine Entgiftungskur mit Blutreinigungstee und kalten Wickeln durchführen.

Auch warm-kalte Fußbäder sind sehr zu empfehlen. Anschließend die Füße mit Franzbranntwein einreiben.

WUNDEN

Arnikatinktur:

Von der Arnikablume nur die Blüten abzupfen ( keine Stengel und Blätter nehmen !) und in 95%igem Alkohol ansetzen. Es sollen ca. 1/3 Blüten sein ( wenn möglich, in der Mittagssonne geerntet). Das Glas mit dem Ansatz 2 Wochen in der Sonne stehen lassen, dann abseihen und in kleine Flaschen füllen.

Bei Verletzungen aller Art zu verwenden, besonders gut bei Prellungen und Quetschungen ! Aber nicht einnehmen !

Königskerzensalbe:

Die Blüten der Königskerze abzupfen (wenn möglich, in der Mittagssonne). Mit Schweineschmalz kurz überbraten und ziehen lassen. Dann durch ein Tuch seihen, gut ausdrücken und in kleine Schraubgläser füllen.

Hilft bei Wunden aller Art.

Ringelblumensalbe:

Eine doppelte Handvoll Blüten auf ½ kg Schweinefett verwenden.Blüten in heißem Schweinefett aufwallen und 20 Minuten ziehen lassen. Durch ein Tuch seihen, in kleine Gläser füllen, gut verschließen und kühl und dunkel aufbewahren.

Eine gute Wund- und Heilsalbe !

Wundsalbe:

1 Handvoll Baumpech, 1 Handvoll Butter oder Öl, Bienenwachs (ca. 10×10 cm Waben) zergehen lassen. Etwas Schnaps oder Arnikaschnaps dazugeben und alles kurz zusammen aufkochen lassen. Sieben und in kleine Gläser füllen.

Das ergibt eine gute Salbe für Wunden bei Mensch und Tier.

SPEZIELLE WUNDBEHANDLUNG

Brandwunden

Bei leichten Verbrennungen sofort einige Minuten lang kaltes Wasser darüberlaufen lassen und mit Metallverband steril verbinden.

Kühlende Auflagen:

Geriebene rohe Kartoffeln auflegen. Wenn sie getrocknet sind, durch frische ersetzen. (Auch kalter Topfen oder frische Kräuterblätter sind möglich!)

Das nimmt die Hitze und verhindert das Entstehen von Blasen.

Johanniskrautöl und Ringelblumenöl hilft gegen die Entstehung von Blasen und später bleibenden roten Flecken. Brennt kurzfristig auf der Haut.

Aber nur bei leichten Verbrennungen anwenden. Offene Brandwunden müssen auf alle Fälle steril abgedeckt werden.

FROSTBEULEN

Sauerteig auf ein Tuch streichen und auflegen. Anschließend mit warmem Johannisöl, Ringelblumensalbe oder Beinwellsalbe einreiben.

WUNDLIEGEN-SCHLECHT HEILENDE WUNDEN

Einen Käsepappelabsud bereiten und ins Badewasser geben oder Umschläge mit Käsepappelabsud machen.

Abtrocknen, Ringelblumensalbe auftragen und verbinden.

Auf eine schlecht heilende Wunde (wenn sich wildes Fleisch gebildet hat) binde man ein Frauenmantelblatt darauf und die Wunde wird heilen.

EINGEZOGENER SCHIEFER

Wenn man sich einen Schiefer eingezogen hat, so gibt man Baumpech auf die Wunde. Dieses zieht den Fremdkörper heraus.

Warmes Käsepappel-Bad (Auch gut bei eitrigen Fingern!)

SCHÜRFWUNDEN

Mit unbehandeltem Süssrahm betupfen. Er kühlt und heilt.

SONNENBRAND

Johanniskrautöl:

Eine handvoll Knospen vom Johanniskraut gibt man in ein gut verschließbares Glas, gießt ½ Liter kaltgepresstes Olivenöl darüber, verschließt das Glas und schüttelt das Ganze gut durch. Dann stellt man es 10 Tage an die Sonne.

Täglich einmal gut schütteln. Anschließend durch ein Tuch filtern und gut ausdrücken. In kleine dunkle Fläschchen abfüllen und kühl und dunkel lagern.

Hilft bei Sonnenbrand und Nervenschmerzen.

GESCHWÜRE

Leinsamen wird mit Milch gekocht und warm aufgelegt. Er öffnet und heilt Geschwüre aus.

FLECHTEN

Harz von Kirsch- oder Zwetschkenbäumen in Essig auflösen und die Flechten zweimal täglich damit bestreichen.

Dazu Blutreinigungstee (aus Brennesseln, Holunderblättern und Wegerich, Zinnkraut und Lindenblüten) trinken.

WARZEN

Ringelblumenblätter und- Blüten auf die Warze legen und mit Pflaster locker befestigen.

Bei abnehmendem Mond mit Harn oder Schwedenbitter betupfen.

Bei abnehmendem Mond mit Schneiderkreide einreiben und dazu den Spruch: “Warzen die Kreiden kannst Du net leiden, vergeh- vergeh- vergeh, tu nimmer mir weh “- aufsagen.

Schöllkrautsalbe:

Die ganze Pflanze mit der Wurzel gut waschen und in kleine Stücke schneiden. In heißes Schweinefett geben (eine Handvoll auf ½ kg Fett) und kurz aufwallen lassen. Dann vom Feuer nehmen und ein wenig ziehen lassen. Anschließend wieder zum kochen bringen, wegstellen und ziehen lassen. Diesen Vorgang viermal durchführen. Zum Schluß etwas Bienenwachs als Festiger für die Salbe zufügen. Das Ganze durch ein Leinentuch filtern, in kleine Gläser oder Dosen füllen und luftdicht verschließen.

Diese Salbe hilft besonders bei Warzen und Ekzemen !

Schöllkrautsaft:

Warze mit frischem Schöllkrautsaft betupfen.

KRAMPFADERN

Bewegung:

Am Morgen vor dem Aufstehen, aber auch am Abend im Bett mit den Beinen tüchtig Radfahrbewegungen machen.

Anschließend die Beine von unten nach oben ausstreifen und Ringelblumensalbe leicht einmassieren (nicht zu fest reiben !)

Kastanieneinreibung:

1 kg reife Kastanien schneiden, in ein Schraubglas geben, mit ½ Liter Schnaps und ¼ Liter Kampfergeist auffüllen und 8 Wochen in Ofennähe stehen lassen. Dann abseihen und in Flaschen füllen.

Zum einreiben bei Venenschmerzen, Wadenkrämpfen und Ischias. Nicht einnehmen!

Schmier:

1 Eiklar, 1 EL Schweineschmalz und 1 EL Rahm verrühren und alle 2 Stunden auf die schmerzenden Stellen streichen. Die Beine immer wieder hochlagern.

Schweinefettauflage:

Schweinefett erwärmen und etwas Roggenmehl einrühren.

Das Ganze auf ein Tuch streichen und auf die schmerzende Stelle legen. Über Nacht einwirken lassen.

Topfenauflage:

Man verrührt kühlen Topfen mit Wasser, sodaß er gut streichfähig wird, streicht ihn auf ein Leinentuch und wickelt dieses um die Beine. Dann noch mit einem trockenen Tuch abdecken. Warm zudecken.

Nach der Anwendung die Beine noch eine halbe Stunde hochlagern und ausruhen.

Kneippsche Güsse gegen Krampfadern und langsam bis zum Knie aufsteigende Fußbäder sind sehr zu empfehlen.

NERVENLEIDEN

Tee:

Baldrian, Melisse, Hopfendolden und Johanniskraut:

einzeln zu trinken oder zu gleichen Teilen gemischt.

Besonders am Abend sehr wirksam.

Bäder:

1. Woche: 1 Zinnkrautsitzbad und dann 6x ein Fußbad vom Zinnkrautabsud nehmen.

2. Woche: ein Fichtenspitzenbad und 6x Fußbäder

3. Woche: Schafgarbenbad

4. Woche: Thymianbad

Dazu jede Woche einen Umschlag mit Schwedenkräutern auf die Nierengegend und einige Male auf die Schilddrüse.

Dazu sollte Tee aus 1 Teil Schafgarbe, 1 Teil Brennessel und 1 Teil Labkraut 2 x täglich, aber nicht länger als 3 Wochen hindurch getrunken werden.

Hinweis: Für die Bäder sammelt man einen Kübel voll Kräuter und läßt sie 24 Stunden im kalten Wasser ziehen, dann nur handwarm anwärmen und in die Badewanne abseihen. Ca. 20 Minuten darin baden. Das Herz sollte dabei nicht unter Wasser sein. Anschließend- ohne sich abzutrocknen- in ein warmes Flanelleintuch wickeln, ins Bett legen, noch gut zugdecken und eine halbe Stunde schwitzen.

SCHLAFLOSIGKEIT

Am Abend 2 EL Obstessig mit 2 TL Honig vermischen und mit Wasser aufgießen. Vor dem Schlafengehen trinken.

Beruhigungstee:

1 Teil Schlüsselblumen, 2 Teile Hopfendolden, 2 Teile Zitronenmelisse, 1 Teil Baldrianwurzel. Kalt ansetzen und langsam zum kochen bringen. Ca. 5 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Ungesüßt eine Tasse 1.5 Stunde vor dem Schlafengehen trinken.

Ungespritzte Apfelschalen in kaltem Wasser ansetzen, dann ca. 5 Minuten kochen lassen und mit Honig gesüßt trinken.

Vor dem Schlafengehen ein warmes Fußbad nehmen.

1 EL Salz darin auflösen und die Temperatur langsam steigern. (Bei Venenleiden nicht zu heiß anwenden!)

Anschließend die Füsse kurz abbrausen, das Salz soll nämlich nicht auf der Haut bleiben.

Dünne Baumwollstutzen in kaltes Wasser tauchen, ausdrücken und anziehen. Dann noch dicke Wollsocken darüber anziehen.

Kräuterkissen:

Einjähriges Farnkraut, Thymian und Zitronenmelisse trocknen und in ein kleines Kissen füllen.

Insektenstiche:

Zuerst, wenn möglcih, den Stachel entfernen, dann Zwiebelgrün frisch abschneiden, etwas quetschen und auf die betroffene Stelle sofort auflegen.

Bei Gelsenstichen die jucken eine Knoblauchzehe in der Hälfte durchschneiden und die Schnittstelle auf den juckenden Punkt legen und damit etwas einreiben.

Oder eine Zwiebel aufschneiden und so schnell wie möglich auflegen.

Schwedenbitter auf ein Leinenfleckerl geben und auf die schmerzende Stelle auflegen.

Kühlen Topfen auf ein Leinenfleckerl geben und auf die schmerzende Stelle auflegen.

Bei Bienenstichen ein Tuch in Essig tauchen und auf die geschwollene Stelle legen.

Wird man unterwegs von einem Insekt gestochen, sucht man sich schnell ein Wegerichblatt, quetscht es zwischen den Fingern, sodaß etwas Saft herauskommt. Disen Saft gibt man nach entfernen des Stachels auf die betroffene Stelle. So wird keine Schwellung entstehen.

SCHMERZEN

Topfenwickel:

Kühlen Topfen dick auf ein Tuch streichen und auf die betroffene Stelle legen. Wenn sich der Topfen erwärmt hat, wegwerfen (nicht an Tiere verfüttern) und neuen nehmen.

Zwiebelbrei:

Zwiebel leicht dünsten, auskühlen lassen, zerdrücken und- mit etwas Butter vermischt- auf die schmerzenden Stellen legen.

Umschläge mit Schwedenbitter machen. (Aber keinesfalls bei offenen Wunden !)

Speck, Zwiebel und Sauerkraut leicht andünsten und überlegen.

WECHSELJAHRE

3 Zitronen, 3 Büscherl Petersilie, 500 g Rohrzucker und eine geschälte, grob geschnittene Knoblauchknolle in 1 Liter Wasser 20 Min. kochen. Das Ganze einen Tag stehen lassen und dann durch ein Sieb pressen. In kleine Fläschchen füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Täglich zu den Mahlzeiten 2 Stamperl einnehmen.

Tee aus Frauenmantel und Schafgarbe trinken.

KOPFSCHMERZEN

Kater:

Eine kleine Tasse starken schwarzen Kaffee ohne Zucker, ca. 1 EL Zitronensaft hinein und trinken. Das bringt den Kreislauf wieder in Schwung.

Ein kleines Glas schwarzes Bier bringt den Magen wieder in Ordnung.

Erkältungsbedingte Kopfschmerzen:

Eine Zwiebel oder rohe Kartoffel in feine Scheiben hobeln, auf ein Tuch geben und auf Stirn und Nacken auflegen.

Gekochte Kartoffeln zerdrücken, auf ein Tuch geben und auf die Stirn auflegen. Vorsicht, Verbrennungsgefahr !

Bei Kopfschmerzen dem Druck von innen mit Druck von aussen entgegenwirken! Ein Tuch nehmen, um den Kopf wickeln und fest ziehen, sodaß ein gleichmässiger Druck rund um den Kopf ausgeübt wird. So machen es die australischen Aborigines !

SCHILDDRÜSENLEIDEN

Unbedingt zum Facharzt!

Heublumenumschlag:

Öfters Umschläge mit Heublumen mildern die Beschwerden.

Lehmumschlag:

6 Wochen Umschläge mit Lehm und Essig. Der Lehm muß allerdings von ungedüngten Wiesen sein und muß tief ausgestochen werden !

KREISLAUFBESCHWERDEN

Öfters Knoblauch zu sich nehmen. Bei der Zubereitung den Knoblauch erst kurz vor dem Servieren in die Speisen geben. Nicht mitkochen, denn roh genossen ist er wertvoller !

Niedriger Blutdruck:

Tee aus Rosmarin, Mistel und Weißdorn trinken.

Morgends und abends je eine Tasse trinken.

Tee aus Holunderblüten trinken.

Weißdornsaft in Joghurt verrührt essen.

Hoher Blutdruck:

Tee aus Mistel, Weißdorn, Johanniskraut und Baldrian trinken.

Morgends und Abends je eine Tasse trinken.

Eingelegter Knoblauch 1:

¾ kg Knoblauch, ½ Liter Weißwein, 7 dag Zucker, 8 Gewürznelken, 1 TL Rosmarin und Thymian, 1 TL weiße Pfefferkörner, 4 Lorbeerblätter, 2 TL Salz, 10 EL Essig. Diese Zutaten kurz aufwallen lassen. Abgekühlt 4 EL gutes Salatöl ( Distelöl) dazugeben, in Gläser füllen und einen Monat kühl stehen lassen.

Täglich ein Stamperl davon trinken.

Eingelegter Knoblauch 2:

½ Kilo Knoblauch, 1/8 Liter Wasser, 1/8 Liter Essig, 1EL Salz, 1EL Zucker.

Diese Zutaten kurz aufkochen lassen, heiß in Gläser füllen und 1/16 Liter gutes Öl darübergießen. Gut verschließen und kühl stehen lassen. Täglich ein Stamperl davon trinken.

Ischias:

3 Bienen mit einer Pinzette nehmen und am Ischiasner ansetzen und stechen lassen. Es gibt auch eine Bienengiftsalbe. Vorsicht Allergien !

Kürbiskerne kauen

Kamillenöl mit Schnaps vermischen und die gichtigen Glieder einreiben

Einen Nierenwärmer anziehen, rundherum mit Farnkraut füllen und 3 Tage und Nächte anbehalten.

Wenn die Schmerzen nicht vergangen sind, diese Anwendung noch 2-3 Mal wiederholen.

Mit Kamillenöl, Johanniskrautöl oder Holunderblütenöl einreiben.

GICHT

Knoblauch:

Außerdem Knoblauch essen ! Den Knoblauch in ganz dünne Scheiben schneiden, auf ein dünn bestrichenes Butterbrot legen und beim essen sehr gut kauen.

Sellerie:

Öfters Sellerie essen !Als Salat oder Suppe ist dieses Gemüse für Gichtkranke sehr zu empfehlen. Das Kochwasser nicht wegschütten, sondern 2x täglich eine Tasse davon trinken.

Ölbeißen:

Ein Mann hat berichtet, daß er mit konsequenter Anwendung (2x täglich ein halbes Jahr hindurch) seine geschwollene Gicht ausgeheilt hat. (Genaue Beschreibung siehe “Abwehrkräfte steigern in Grippezeiten”)

Tee:

Tee aus Brennesseln, Birkenblätter, Zinnkraut. Abwechselnd je eine Woche früh und abends eine Tasse trinken.

Wacholderbeerauszug:

10 dag Wacholderbeeren zerdrücken und in ein Leinensäckchen geben. Dieses in einen Steinkrug geben und mit 1,5 l Wasser auffüllen. Den Krug gut verschließen und im Keller 4-5 Tage stehen lassen. Öfters schütteln. Dann abseihen und in kleine dunkle Flaschen füllen. Von diesem Wacholderauszug einige Tage hintereinander 1 kleines Glas trinken.

Wichtige Hinweise:

Unbedingt zu meiden sind bei Gicht: Alkohol, scharf gewürzte Speisen, Innereien und Rindsuppe. Den Fleischkonsum überhaupt sehr einschränken.

Tip gegen Gichtschmerzen:

Grüne Brennesseln werden zerstossen und in Wein gekocht. Den entstandenen Brei auf ein Tuch streichen und warm auflegen. Das nimmt rasch die Schmerzen.

RHEUMATISMUS

Einreibung mit Thymianöl:

Der Thymian wird zur Blütezeit im Juli oder August möglichst in der prallen Mittagssonne gesammelt. Dann in eine weite Flasche gefüllt ( bis zum Hals) und mit sehr gutem, kalt gepresstem Olivenöl übergossen.

Die Flasche stellt man dann 10 Tage in die Sonne. Anschließend seiht man alles durch ein Leinentuch ab.

Dieses Öl kann auch bei Verstauchungen und Krämpfen angewandt werden.

Auf dieselbe Art wird auch Johanniskrautöl sowie Holunderblütenöl angesetzt und kann ebenfalls zum einreiben verwendet werden.

Heublumensack:

Gute Heublumen in ein Leinensäckchen geben.

Dieses ¼ Stunde in heißes Wasser legen und dann gut auspressen. Möglichst warm auf die schmerzende Stelle legen und mit trockenem Tuch abdecken. Eventuell noch mit einer Wärmeflasche verstärken. Anschließend mit leicht angewärmtem Johannis-, Thymian- oder Holunderblütenöl einreiben.

Heublumenbad:

Ein Bad aus dem Absud von Heublumen nehmen.

Ein Bad mit Moorzusatz nehmen

Kurze, kalte Waschungen mit Essigwasser oder Salzwasser machen und anschließend mit leicht erwärmtem Johanniskraut, Kamillen- oder Thymianöl einreiben.

Tee aus Zinnkraut und Wacholder sind ebenfalls zu empfehlen.

Zusätzliche Tips:

Bei Rheumatismus ist unbedingt eine Änderung der Eßgewohnheiten notwendig:

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